Cölln war ursprünglich die Schwesterstadt des alten Berlin und lag auf der südlichen Spreeinsel auf einem so genannten Kollen, einem Hügel, der rundum von Sumpf umgeben war und Sicherheit bot.
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Ortsmittelpunkt von Cölln war der Petriplatz mit der durch den Krieg beschädigten und in den 1950er Jahren abgetragenen Petrikirche an der Gertraudenstraße und das cöllnische Rathaus an der Brüderstraße. Die Kirche war nach Petrus, dem Apostel der Fischer (Lukas, 5, 3–10), benannt worden, denn viele Bewohner Cöllns lebten überwiegend vom Fischfang. Die Verbreiterung und Vertiefung der Spree vor der Mühlendammfurt bot reiche Fischgründe. Auf der östlichen Seite der Spree in Berlin wohnten die Kauf- und Fuhrleute. Der Transport von Waren über den Mühlendamm, den einzigen natürlichen Spreeübergang in der Umgebung auf der Verbindung zwischen Frankfurt (Oder) und Magdeburg, brachte Handelszölle ein. Auf Berliner Seite war die Nikolaikirche der Ortsmittelpunkt. Nikolaus ist der Heilige der Kaufleute. Der Mühlendamm staute das Wasser, das die Mühlen antrieb. Die durch ihre Fuhr- und Kaufgeschäft reicheren Berliner konnten sich bald den Bau einer zweiten Kirche, der Marienkirche, leisten.
1237 wurde Cölln erstmals urkundlich erwähnt, sieben Jahre vor der ersten urkundlichen Erwähnung Berlins, mit dem es sich 1307 zur Doppelstadt Berlin-Cölln mit einer gemeinsamen Verwaltung vereinigte. Die beiden Orte waren durch den Mühlendamm miteinander verbunden. Im gemeinsamen Magistrat waren die Berliner durch mehr Stimmen vertreten, sehr zum Ärger des älteren Cölln. Der Magistrat baute die Lange Brücke, die heutige Rathausbrücke. Die gemeinsame Politik der Doppelstadt führte 1308 zu einem ersten Bündnis mit anderen Städten in der Mark, darunter Frankfurt (Oder), Brandenburg an der Havel und Salzwedel, zur Wahrung ihrer Rechte gegenüber dem Landesherrn und zur Abwehr äußerer Gefahren.
Von 1658 bis 1683 ließ der Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Brandenburg Cölln und Berlin mit Festungswerken nach Plänen von Johann Gregor Memhardt versehen, die weitgehend entlang der alten Stadtmauer von Berlin und Cölln angelegt wurden. Nur an einigen Stellen wurden die Stadttore nach außen verlegt. Teile des Festungswerkes, insbesondere die Bastionen, sind noch heute im Weichbild der Stadt zu erkennen, beispielsweise am Hausvogteiplatz.
1709 wurden die Städte Berlin und Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt zur königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin vereinigt. Zunehmend standen nun die Festungsmauern der städtischen Entwicklung im Wege, so dass diese ab 1834 geschleift wurden, damit Berlin mit seinen Vorstädten zusammenwachsen konnte. Die ganze Stadt wurde durch die Akzisemauer umgeben, von deren Verlauf heute noch Bezeichnungen von Straßen und Plätzen, insbesondere nach ehemaligen Stadttoren, zeugen.