| Caracas | |
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| Basisdaten | |
| Staat | Venezuela |
| Bundesstaat | Distrito Capital & Miranda |
| Stadtgründung | 25. Juli 1567 |
| Einwohner (Ber. 2006) | 2.808.937 |
| - im Ballungsraum | 3.786.553 |
| Detaildaten | |
| Fläche | 2.050 km² |
| Höhe | 920 m ü.d.M. |
| Stadtgliederung | 5 Municipios |
| Gewässer | Río Caruao |
| Postleitzahl | 1010-A |
| Vorwahl | (+58) 212 |
| Zeitzone | UTC-4 |
| Stadtvorsitz | Juan Barreto |
| Webseite | Alcaldiamayor.gob.ve |
| Skyline der Innenstadt | |
Caracas [kaˈɾakas] ist die Hauptstadt Venezuelas. Die Einwohnerzahl ist auf Grund der informellen Stadtentwicklung (Entstehung von Barrios (Armenvierteln) durch Eigenbau an den Hängen der Berge) schwer einzuschätzen. Die Schätzungen reichen von 2 bis 3 Millionen für den zentralen Verwaltungsbezirk (Municipio Libertador) bis zu 5 bis 10 Millionen für Großcaracas mit allen seinen Außenbezirken.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt etwa 920 m hoch im Sattel des Ávila-Gebirgszuges, der das Tal vom karibischen Meer trennt. Der See- und Flughafen von Caracas liegen im Küstenort Maiquetia, der mit der Hauptstadt mit einer etwa 18 km langen Autobahn verbunden ist. Das Klima ist subtropisch.
Kolumbus erreichte 1498 als erster Europäer die Küste Caracas’; es entstand dort eine kleine Kolonie, welche Karl V. 1526 als Lehen der Krone Kastilien dem Handelsherrn Welser zu Augsburg als Entschädigung für eine Anleihe erblich übergab. Die Welser behielten indes die Besitzung nur bis 1546.
Die eigentliche Stadt entstand um 1570: Die Stadt wurde 1567 vom spanischen Eroberer Diego de Losada unter dem ursprünglichen Namen Santiago de León de Carácas gegründet. Später war Caracas Hauptstadt eines spanischen Generalkapitanats und Sitz des Gouverneurs.
Um 1750 blühte die Stadt durch Kakaoexporte auf.
Im Unabhängigkeitskrieg wurde die Stadt am 29. Juli 1811 und wiederum, nachdem sie durch Bolívar befreit worden, 1814 von Spanien eingenommen. 1821 erfolgte ihre abermalige Befreiung, und Caracas bildete von da an bis 1831 einen Bestandteil der Republik Groß-Kolumbien, bis es am 17. November 1831 die Republik Venezuela bilden half, deren Hauptstadt es wurde.
Die Stadt hatte wiederholt durch Erdbeben zu leiden; gänzlich zerstört wurde sie durch ein solches am 26. März 1812, wovon Alexander von Humboldt eine Beschreibung gegeben hat. An die 12.000 Menschen kamen um. Danach wurde die Stadt regelmäßig wieder aufgebaut.
Caracas hatte im Jahr 1873 erst 60.010, 1883 aber bereits 70.198 Einwohner. Die Industrie war damals noch nicht sehr entwickelt, schon zahlreich damals aber die Bildungseinrichtungen. Eine 45 km lange Wasserleitung versorgte die Stadt. Bis 1904 stieg die Einwohnerzahl auf 90.000.
Seit 1930 bescherte der Ölrausch der Stadt eine Bevölkerungsexplosion.
Caracas ist das Finanzzentrum und Industriezentrum Venzuelas. Die bedeutendsten Industriezweige von Caracas sind die Textil-, die Leder-, die Maschinen- und die Metallindustrie. Die chemische Industrie, die Nahrungsmittelindustrie, sowie die Erdölraffinerien spielen eine ebenfalls große Rolle.
Caracas verfügt seit 1983 über eine Metro. Diese verfügt über vier Linien.
Der Flughafen Caracas liegt ca. 30 Kilometer nördlich von Caracas an der Küste in Maiquetía.
1799 bereiste Alexander von Humboldt mit seinen beiden Gefährten Aimé Bonpland und Markus Höhenrath Venezuela und besuchte dabei auch Caracas. Sie bestiegen als erste den 2250 m hohen Gipfel des Ávila. Der Ávila ist heute der beliebteste Naherholungsort der Hauptstädter. Bei guter Sicht lohnt sich ein Ausflug in das riesige Naturschutzgebiet mit dem Teleférico (Seilbahn).
Ende der 50er Jahre arbeitete der Schauspieler Bud Spencer bei einer Automobilfirma in Caracas. 1959 verließ er Caracas und kehrte nach Rom zurück.
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