Cerro de Pasco

Cerro de Pasco ist eine peruanische Stadt mit über 77.500 Einwohnern. Sie ist die Hauptstadt der Region Pasco.

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Geografie

Cerro de Pasco liegt auf einer Hochebene in den Anden, 4.348 m ü. NN, und gilt als die höchstgelegendste Stadt der Erde (Lage: 10° 41' 11" S, 76° 15' 45" W). Laut Zensus von 1993 leben 66.880 Einwohner in der Stadt. Sie befindet sich eingeschlossen in einer Ebene in den zentralen Anden am Berg Ulianchin und am Fuß der Lagune Patarcocha in einer geographischen Region wo nur Ichu-Gras wächst und die mit den Lamas verwandten Vicuñas leben. Von der Hauptstadt Lima ist die Stadt etwa acht Autostunden entfernt. Der Weg führt über eine der schönsten Landschaften der Anden, entlang am Naturschutzreservat des Sees Lago Junin. Gleichfalls führt eine der weltweit höchstgelegenen Eisenbahnstrecken nach Cerro de Pasco. Sie dient allerdings nicht dem Personenverkehr, sondern dem Transport der abgebauten Erze nach La Oroya, bzw. an die Küste nach Lima.

Klima

Das Klima in Cerro de Pasco ist hauptsächlich durch die Höhe bestimmt. Das Jahr ist in zwei Jahreszeiten einzuteilen, eine regnerische Periode von September bis Mai und eine trockene Periode von Juni bis August. Jahresdurchschnittstemperatur ist 4.2°C.

Geschichte

Gegründet wurde die Stadt 1578 als Bergbau-Siedlung. Im 17. Jahrhundert wurde in Cerro de Pasco Silbervorkommen entdeckt. Während der Jahre 1639 bis 1740 erlangte Cerro de Pasco Berühmtheit durch seinen Mineralien-Reichtum. Der spanische Bergmann José Maíz y Arias ließ einen enormen Tunnel in Yanacancha bauen und fand große Mengen an Silbervorkommen. In der Regentschaft von Vizekönig Luis Fernández y Cabrera 1639, sandte er fünf Millionen Dukaten von Cerro de Pasco nach Spanien. Die Einwohnerzahl stieg stark an und das Interesse der spanischen Krone spiegelte sich in der Vergabe von Titeln wider. Am 7. Dezember 1820 proklamierte General Arenales die Unabhängigkeit von Pasco und ernannte Ramón de Arias zum Bürgermeister.

Cerro de Pasco gilt als Zentrum der Minenindustrie in den Zentralanden Perus. Im Zentrum Cerro de Pascos befindet sich die Tagebaumine "Raul Rojas" und eine Untertagemine. Seit den 60er-Jahren wird dort hauptsächlich Blei und Zink abgebaut, vorher auch Kupfer.

Wirtschaft

Ein Großteil der Bevölkerung ist im Bergbau (Silber, Blei, Gold, Kupfer und Zink) beschäftigt. Die sozialen Konflikte im Bergbau im Cerro de Pasco des beginnenden 20. Jahrhunderts thematisiert das Theaterstück El Cóndor Pasa.

Quelle:
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