Chevrolet Caprice

Vorlage:PKW-Modell Generationen Der Chevrolet Caprice war das Spitzenmodell der Automarke Chevrolet des US-amerikanischen Konzerns General Motors. Er wurde zwischen 1965 und 1996 gebaut. Der Caprice war während seiner gesamten Bauzeit mit verschiedenen V8-Motoren ausgestattet; in den Jahren von 1985 bis 1993 war auch ein V6-Motor erhältlich.

Inhaltsverzeichnis

Modelljahre 1965-1976

Chevrolet Caprice Classic Coupe, 1973
Chevrolet Caprice Classic Coupe, 1973

Die erste Baureihe (1965) des Caprice war eine Luxusversion des Chevrolet Impala und sollte mit dem erfolgreichen Ford LTD konkurrieren; der Erfolg führte dazu, dass der Caprice schon 1966 als eigenständige Baureihe in das Chevrolet-Programm aufgenommen wurde. Durch seine Größe und seine luxuriöse Ausstattung entsprach er keineswegs dem Image der eher bodenständigen Marke Chevrolet. Die ab 1970 angebotene Version des Caprice war etwa 5,90 m lang und wog ungefähr 2180 Kilogramm. 1973 wurde der Caprice in Caprice Classic umbenannt.

Modelljahre 1977-1990

Vorlage:PKW-Modell Generationen 2

1977 wurden die großen Chevrolet im Rahmen des Downsizing erstmals kleiner; über dem Grundmodell Impala rangierte weiterhin der Caprice Classic als Coupé, Limousine und Kombi.

Im Vergleich zum direkten Vorgänger fiel der neue Caprice deutlich kleiner aus; seine Länge betrug „nur“ noch 5,39 statt 5,66 Meter, das Gewicht der Basisversion sank von 1891 auf 1600 Kilo. Angetrieben wurden Impala und Caprice von einem 4,1 Liter großen Reihensechszylinder oder V8-Motoren von 5,0 oder 5,7 Litern Hubraum. Im Programm standen Impala und Caprice Classic jeweils als zweitüriges Coupé mit gewölbter Heckscheibe, viertürige Limousine und fünftüriger Kombi. Der Caprice Classic unterschied sich vom Impala durch eine etwas bessere Ausstattung (Zweiklanghorn, Chromzierleisten, Uhr), einen Kühlergrill mit mehr Chrouchten (beim Impala befanden sie sich unter den Scheinwerfern).

1978 erhielten beide Modelle leicht geänderte Kühlergrille und, im Interesse geringeren Verbrauchs, längere Hinterachsübersetzungen.

Für das Modelljahr 1980 wurde die Frontpartie aller Modelle flacher gestaltet, um die Aerodynamik und damit den Verbrauch zu verbessern. Bei den Coupés wich die gewölbte Heckscheibe einer planen Scheibe. Der Reihensechszylinder wurde durch einen 3,8 l-V6 ersetzt, neu im Programm waren ein 4,4-l-V8 und, für den Kombi, ein 5,7-l-Diesel-V8 von Oldsmobile, den Benziner gleicher Größe gab es nicht mehr.

1981 erhielt der Fünfliter eine Viergangautomatik und wie fast jedes Jahr bislang gab es Detailänderungen an Grill und Chromzier.

1982 fiel das Impala-Coupé aus dem Programm, den Caprice Classic gab es weiterhin zweitürig. Der Dieselmotor war jetzt über die gesamte Palette lieferbar.

Im Modelljahr 1983 wurde das Modellprogramm auf eine Impala-Limousine und den Caprice Classic als Limousine und Kombi zusammengestrichen. Auch den 4,4 l-V8 gab es nicht mehr.

1984 wurde das Caprice Classic-Coupé wieder eingeführt. Die Viergangautomatik war mit sämtlichen Motoren kombinierbar.

1985 ersetzte ein neuer 4,3-l-V6 mit 132 PS den bisherigen 3,8-Liter. Die Leistung des Fünfliters stieg dank neuer Auspuffanlage von 157 auf 167 PS.

Im Modelljahr 1986 entfiel der Impala, den es seit 1958 gegeben hatte. Den Caprice gab es dafür als Limousine in neuer Basisversion, dazu als Caprice Classic (Limousine und Kombi) sowie neu als Spitzenmodell Caprice Classic Brougham. Der Dieselmotor wurde wegen mangelnder Nachfrage aus dem Angebot genommen.

Den Basis-Caprice gab es ab 1987 auch als Kombi, und das Modellprogramm rundete nach oben der neue Caprice Classic Brougham LS mit Teil-Vinyldach und über das Dach laufender Chromleiste ab. Der Kombi erhielt einen anderen Fünflitermotor (307 statt 305 Kubikzoll), der lediglich 142 PS leistete. An allen Modellen ersetzten Breitbandscheinwerfer die vorher verwendeten kleinen Rechteck-Doppelscheinwerfer.

Chevrolet Caprice von 1988
Chevrolet Caprice von 1988

Mit dem Modelljahr 1988 flog das Coupé endgültig aus dem Angebot. Den einfachen Caprice gab es wiederum nur noch als Limousine, nicht mehr als Kombi.

1989 entfiel der V6, der Fünfliter-V8 in der Limousine wurde durch eine Saugrohr-Einspritzung aufgewertet und gewann dabei 5 PS.

1990 endete die Herstellung dieser äußerst langlebigen Modellserie nach gut 14 Jahren und 4,35 Millionen produzierten Exemplaren.

Motoren

Ottomotoren
  • 3,8 l-V6, 86 kW/117 PS (1980-84)
  • 4,1 l-R6, 82-86 kW/112-117 PS (1977-79)
  • 4,3 l-V6, 97-104 kW/132-142 PS (1985-88)
  • 4,4 l-V8, 86-90 kW/117-122 PS (1980-82)
  • 5,0 l-V8, 97-126 kW/132-172 PS
  • 5,0 l-V8, 104 kW/142 PS (Kombi ab 1987)
  • 5,7 l-V8, 123-126 kW/167-172 PS
Dieselmotor
  • 5,7 l-V8, 78 kW/106 PS (1980-85)

Modelljahre 1991-1996

Vorlage:PKW-Modell Generationen 2 1991 wurde die letzte Version vorgestellt. Beliebt war der Caprice wegen seiner Robustheit auch als Taxi und nicht zuletzt bei Behörden; das Modell der Jahre zwischen 1994 bis 1996 gilt als eines der besten Polizeifahrzeuge(9c1), die jemals hergestellt wurden. Die Sportversion dieses Caprice hieß „Impala SS“(für Super Sport), hatte einen 194 kW (264 PS) starken Corvette-LT1-V8, war anfangs nur in Schwarz erhältlich und war für eine Limousine der damaligen Zeit sehr sportlich. Dazu kamen ein geänderter Kühlergrill, 17-Zoll-Felgen und Impala-Embleme. Dieses Modell ist nach wie vor gesucht, was sich unter anderem an der Wertstabilität abzeichnet.

Der Chevrolet Impala SS, 1994-1996
Der Chevrolet Impala SS, 1994-1996

Allerdings fand der Caprice seine Anwendung durchaus auch im privaten Bereich, denn z. B. als Stationwagon (Kombi), in dem 8 Personen sitzen können, war der Caprice nicht nur ideal für die amerikanische Großfamilie. Der Sedan (Limousine) reicht bereits zum Transport von 6 Personen.

Quellen

Flammang, James M./Kowalke, Ron: Standard Catalog of American Cars 1976-1999. Krause Publications, Iola 1999. ISBN 0-87341-755-0

Weblinks

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