| Chocianów | |||
|
|||
| Basisdaten | |||
|---|---|---|---|
| Staat: | Polen | ||
| Woiwodschaft: | Niederschlesien | ||
| Landkreis: | Polkowice | ||
| Fläche: | 7,31 km² | ||
| Geographische Lage: | 51° 25' N, 15° 55' O | ||
| Einwohner: | 8.227 (31. Dez. 2005) | ||
| Postleitzahl: | 59-140 | ||
| Telefonvorwahl: | (+48) 76 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | DPL |
||
| Wirtschaft & Verkehr | |||
| Straße: | Chojnów–Nowe Miasteczko Chojnów–Polkowice |
||
| Nächster int. Flughafen: | Breslau | ||
| Gemeinde | |||
| Gemeindeart: | Stadt- und Landgemeinde | ||
| Fläche: | 230,27 km² | ||
| Einwohner: | 12.744 (31. Dez. 2005) | ||
| Verwaltung (Stand: 2007) | |||
| Bürgermeister: | Franciszek Skibicki | ||
| Adresse: | ul. Ratuszowa 10 59-140 Chocianów |
||
| Webpräsenz: | www.chocianow.pl | ||
Chocianów (deutsch Kotzenau) ist eine Stadt in Polen in der Woiwodschaft Niederschlesien.
Inhaltsverzeichnis |
Der erste urkundliche Hinweis auf das heutige Chocianów stammt vom 9. Juli 1284 mit der Erwähnung eines Mikołaj de Cosenow. 1297 ließ der Herzog von Świdnica Bolko I. Surowy ein Schloss in der Siedlung errichten. Die Existenz einer Kapelle kann erstmals für 1487 belegt werden. 1507 wurde Georg von Schelendorf Eigentümer der Ortschaft. Elf Jahre später erwarb Christoph von Schkopp Chocianów. 1526 kam der Ort unter die Herrschaft der Habsburger. Auch in der Folgezeit wechselte der Eigentümer des Ortes mehrfach, so 1580 Hans von Soran und 1584 Jakob von Schoenaich und 1587 an die Familie von Nostiz und 1613 Aleksander von Stosch. Vermutlich wurde 1596 die steinerne Kirche des Ortes errichtet. 1633 führte Albrecht von Wallenstein seine Armee an der Ortschaft vorbei, wobei Chocianów geplündert und verwüstet wurde. Anschließend war der Ort etwa 15 Jahre unbewohnt. Nachdem der Krieg zwischen Preußen und Österreich 1742 mit dem Vorfrieden von Breslau beendet worden war, kam Chocianów unter preußische Herrschaft. Am 30. Oktober 1746 kam es in der Siedlung zu einem großen Brand, welchem nicht nur die Kirche, sondern auch viele andere Gebäude zum Opfer fielen. Im Februar des folgenden Jahres wurde mit dem Bau einer neuen Kirche begonnen, die nach elf Monaten fertiggestellt werden konnte. 1842 lebten in Chocianów 53 Handwerker und 11 Händler. Es wurden zwei Wasser- und sieben Windmühlen betrieben. Am 1. August 1846 wurde in Chocianów das erste Postamt eröffnet. Im Mai und erneut im Oktober 1847 wüteten schwere Brände in der Ortschaft. Der Anschluss an das Schienennetz Rokitki–Wschowa erfolgte am 16. Mai 1892. 1894 erhielt Chocianów das Stadtrecht. Im selben Jahr wurde mit dem Bau des Rathauses begonnen, das 1899 eingeweiht wurde. 1938 wurde das Kino Deli durch Walter Porsche eröffnet, das, unter dem Namen Tosca, bis Ende des 20. Jahrhunderts in Betrieb blieb. Am 10. Februar 1945 marschierte die 13. Armee der Roten Armee in die Stadt ein. In der Folge des Zweiten Weltkrieges wurden die deutschen Bewohner zum größten Teil vertrieben und die Stadt Teil Polens. 1952 wurde der erste Kindergarten in Chocianów eröffnet.
1895 lebten in der Ortschaft 4118 Menschen, davon 3696 evangelischen, 411 katholischen und zehn jüdischen Glaubens[1].
Durch Chocianów führen die Wojewodschaftsstraße (droga wojewódzka) 331 und die Wojewodschaftsstraße 328 endet in der Stadt. Die 328 mündet etwa 40 Kilometer nördlich in Nowe Miasteczko in die Europastraße 65. Die 331 endet im Süden im 20 Kilometer entfernten Chojnów, im Norden mündet sie nach etwa 15 Kilometern in die Europastraße 65 in Polkowice.
Der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen Breslau, der sich etwa 90 Kilometer südöstlich von Chocianów befindet.
Chocianów (Kotzenau) - Stadt | Gaworzyce (Quaritz) | Grębocice (Gramschütz) | Polkowice (Polkwitz) - Stadt | Przemków (Primkenau) - Stadt | Radwanice (Wiesau)