| Familie Circoviridae | ||||||||
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| Systematik | ||||||||
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| Taxonomische Merkmale | ||||||||
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Die Familie Circoviridae (lat. circulus: Kreis) umfasst zwei Gattungen und eine vorläufige Gattung von Viren mit einzelsträngiger, zirkulärer DNA mit negativer oder ambisense Polarität als Genom. Die Mitglieder der Circoviridae sind Erreger von Krankheiten bei Vögeln (Circovirus, Gyrovirus) und Schweinen (Circovirus); die Mitglieder der vorläufigen Gattung Annelovirus infizieren verschiedenen Säugetieren (auch den Menschen) als nur persistierende Infektion ohne nachweisbare Erkrankung.
Inhaltsverzeichnis |
Die unbehüllten Kapside der Circoviridae sind (sehr variabel nach Spezies) 15-30 nm im Durchmesser groß und besitzen eine ikosaedrische Symmetrie. Das Kapsid besteht meist aus nur einem Kapsidprotein (CP) mit einem Molekulargewicht zwischen 30 (PCV-1/2) und 50 kDa (CAV). Bisher gibt es nur beim Beak and feather disease virus (BFDV) Hinweise auf drei verschiedene Kapsidproteine.
Das einzelsträngige DNA-Genom ist von negativer Polarität (Gyrovirus, Anellovirus) oder besitzt ambisense-Polarität (Circovirus), d.h. daß entgegengesetzte Leserichtungen auf einem identischen DNA-Strang vorliegen. Das virale Genom ist zwischen 1,8 und 2,3 kb groß und kodiert für 2-4 Gene. Circoviridae besitzen keine eigene DNA-Polymerase, nutzen jedoch zur Synthese eines doppelsträngigen DNA-Stranges als Zwischenschritt bei der Virusvermehrung die zellulären DNA-Polymerasen.
Circoviridae besitzen ein sehr enges Wirtsspektrum. Bei den aviären Spezies wird eine fäkal-orale Übertragung angenommen, eine angeborene Infektion über das Ei (vertikale Transmission) konnte nachgewiesen werden. Innerhalb einer Population sind die Circoviridae weit verbreitet (TTV beim Menschen zu 95%) und zeigen meist eine hohe Variabilität und geographisch unterschiedliche Subtypen bzw. Gruppen.
Veterinärmedizinisch bedeutsame Infektionen durch Circoviridae sind:
nicht-klassifiziert innerhalb der Familie: