Comic Sans MS ist eine handschriftähnliche Grotesk-Schriftart, die in zwei Schriftschnitten – normal und fett – existiert.
Vincent Connare entwickelt sie 1994 während seiner Tätigkeit für Microsoft. Ursprünglich sollte diese Schriftart in den zur Benutzerführung verwendeten Sprechblasen der Software Microsoft Bob eingesetzt werden, für die sie jedoch zu spät fertig wurde. Daher hatte sie ihren ersten Einsatz erst 1995 im 3D Movie Maker. Seit ihrer Auslieferung mit dem Plus!-Paket von Windows 95 gehört Comic Sans MS zu den Standardschriftarten des Microsoft-Betriebssystems. Die Schrift ist als Teil der sogenannten „core fonts“ (Kernschriftarten) auch kostenlos für andere Systeme lizenziert. Seitdem hat sie sich zu einer der beliebtesten Schriftarten für Windows und Mac OS entwickelt. Sie wird häufig als Ersatz für Handschrift in Druck- und Onlineversionen von Comics benutzt, obwohl eine Vielzahl von Comic-Autoren selbst erstellte Schriftarten vorzieht.
Einige Typografen sind der Ansicht, die Schriftart sei schlecht gezeichnet und ausgebaut. Beispielsweise fehlt ihr ein „echter“ Kursivschnitt, was dazu führt, dass der aufrechte Schriftschnitt bei Anwählen der Option „Kursiv“ in Textverarbeitungsprogrammen lediglich schräg gestellt wird.
Zudem gilt Comic Sans MS unter Designern aufgrund ihrer weiten Verbreitung im nicht-professionellen Bereich als verpönt. Da sie auf vielen Rechnern vorinstalliert ist, werde sie häufig unüberlegt und unsachgemäß eingesetzt, beispielsweise in übermäßiger Schriftgröße oder als Brotschrift längerer Texte geschäftlichen Inhalts.
Brockhaus-1911: Sans [2] · Sans
Herder-1854: Sans rime et sans raison · Sans pareil
Meyers-1905: Sans gêne · Sans façon · Sans pareil · Sans-culottides · Sans phrase · Pince-sans-rire · Enfants sans souci · Sans · Sans doute · Sans comparaison
Pierer-1857: Sans pareil · Sans Nuance · Sans prendre · Tors sans filé · Sans rime et sans raison · Sans comparaison · Chevalier sans peur et sans reproche · Sans doute · Sans malice · Sans façon