Die Confédération générale du travail (CGT) (Allgemeiner Gewerkschaftsbund) ist ein französischer Gewerkschaftsbund, der traditionell der Kommunistischen Partei nahe steht. Seit einigen Jahren ist allerdings zu beobachten, dass diese Verbindung zunehmend schwächer wird.
Gegründet wurde die CGT 1895 auf einem Kongress in Limoges durch den Zusammenschluss der Fédération des bourses du travail und der Fédération nationale des syndicats.
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Noch zu Beginn des Ersten Weltkriegs war die CGT der einzige französische Gewerkschaftsbund. Der zunehmend tiefe Gegensatz zwischen Reformisten und Revolutionären führte allerdings 1920 erst zur Parteispaltung der SFIO, und ein Jahr später auch zur Spaltung der CGT. Die moderaten Kräfte verblieben in der CGT, während die radikaleren Kräfte mit der Confédération Générale du Travail Unitaire (CGTU) einen neuen Gewerkschaftsbund aus der Taufe hoben.
Am 6. Februar 1934 kam es in Paris zu schweren Auseinandersetzungen zwischen rechtsextremen antiparlamentarischen Gruppierungen und der Polizei, die mindestens 15 Tote forderten und tausende Verletzte. Ängste vor einem faschistischen Staatsstreich halfen schließlich, die Spaltung der Linken zu überwinden und führten im März 1936 zur Wiedervereinigung von CGT und CGTU. Wenig später, am 3. Mai 1936, gewann die geeinte Linke die Parlamentswahlen, und Léon Blum wurde erster jüdischer und sozialistischer Premierminister Frankreichs.
Der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt von 1939 hatte zur Folge, das kommunistische Gewerkschaftsmitglieder in Frankreich massiv unter Druck gerieten. Am 25. September 1939, drei Wochen nach dem Kriegseintritt Frankreichs, beschloss die CGT den Ausschluss aller Aktivisten, die sich weigerten den Nichtangriffspakt zu verurteilen.
Auf Anordnung des Vichy-Regimes wurden 1940 alle Gewerkschaftszentralen aufgelöst. 1941 folgten Verbote gegen Streiks und Aussperrungen. Am 17. April 1943 fand im Verborgenen die Neugründung der CGT statt, die fortan die Arbeit des Conseil national de la Résistance unterstützte.
Der große Generalstreik vom Mai 1968, an dem sich über einen Monat hinweg bis zu zwei Millionen Arbeiter beteiligten, wurde von der CGT als einzigem Gewerkschaftsbund nicht mitgetragen, da man ihn als eine von Rechten gesteuerte Aktion betrachtete.
November/ Dezember 1995 unterstützte die CGT einen mehrwöchigen Streik der Eisenbahner gegen von der Regierung Alain Juppé verfolgte Sozialreformen.
2006 zwangen Studentenproteste und Arbeitsniederlegungen, die auch von der CGT mitgetragen wurden, die Regierung Dominique de Villepin zur Rücknahme eines Gesetzes, das erleichterte Kündigungen bei Ersteinstellung ermöglicht hätte (Contrat première embauche).
Heute ist die CGT mit etwa 700.000 Mitgliedern der zweitgrößte Gewerkschaftsbund Frankreichs. Geographische Schwerpunkte sind das Département Ariège im Südwesten des Landes und das Limousin.