Die Coordination of United Revolutionary Organizations (CORU) (Koordination der Vereinigten Revolutionären Organisationen) wurde vom FBI als eine terroristische anti-Castro Schirmorganisation eingestuft.[1] Führende CORU-Mitglieder waren an Planung und Ausführung von Operation Condor, dem Attentat auf den früheren chilenischen Minister Orlando Letelier 1976 in Washington, D.C. beteiligt.
Laut deklassifizierter US-Dokumente die über das National Security Archive öffentlich verfügbar sind, wurde CORU im Juni 1976 in einer kleinen Stadt in der Dominikanischen Republik von den Exilkubanern Orlando Bosch, Luis Posada Carriles, Guillermo Novo Sampoll und Gaspar Jiménez Escobedo gegründet um fünf verschiedene Exilkubaner-Gruppierungen zu vereinen. Laut einem Bericht des FBI vom 29. Juni 1976 über Orlando Boschs Gruppe Accion Cubana stimmten die Exilkubaner-Gruppen darin überein in der Planung, Finanzierung und Ausführung von Terror-Operationen und Attacken gegen Kuba zusammenzuarbeiten zu wollen. Orlando Bosch beabsichtigte darüber hinaus Terroroperationen gegen andere Staaten, wie Kolumbien, Mexiko und Panama die er als prokubanisch ansah, auszuführen. Auf dem Gründungstreffen wurde laut Dokument die Entführung und Hinrichtung eines Diplomaten diskutiert. Einen Monat später versuchten CORU-Mitglieder den kubanischen Botschafter in Mexiko zu entführen. Einer seiner Begleiter wurde dabei von Schüssen tödlich getroffen.[1]
Laut einem in einem FBI-Dokument vom 21. Oktober 1976 genannten Informanten der mit einem CORU-Mitglied gesprochen hatte war CORU auch für den Bombenanschlag auf Flug 455, einer DC-8 der Cubana Airlines am 6. Oktober 1976 bei dem alle 73 Passagiere starben verantwortlich.