Credit Suisse

Credit Suisse
Unternehmensform Aktiengesellschaft
Gründung 1997 (5. Juli 1856)
Unternehmenssitz Zürich, Schweiz

Unternehmensleitung

Walter Kielholz
(VR-Präsident)
Brady Dougan
(CEO)

Mitarbeiter ca. 45'000 (2007)
Branche Banken und Versicherungen
Produkte Finanzdienstleistungen
Website www.credit-suisse.com

Die Credit Suisse (CS) ist ein global tätiges Finanzdienstleistungsunternehmen mit Hauptsitz in Zürich.

Inhaltsverzeichnis

Überblick

Die Credit Suisse beschäftigt weltweit rund 45'000 Mitarbeiter (Stand 2007). Das Unternehmen ist in die Sparten Investment Banking, Private Banking und Vermögensverwaltung unterteilt. 2006 hat die Credit Suisse einen Reingewinn von 11,3 Mrd. CHF erzielt. CEO der Credit Suisse Group ist Brady Dougan.

Die Credit-Suisse-Group-Namensaktien (CSGN) sind in Zürich, in Frankfurt am Main und in Tokio sowie als American Depositary Shares (CS) in New York kotiert.

Geschäftsbereiche

Die Credit Suisse bietet eine breite Palette von Produkten und Dienstleistungen in den Bereichen Investment Banking, Private Banking und Vermögensverwaltung.

Geschichte

Hauptsitz am Paradeplatz in Zürich
Hauptsitz am Paradeplatz in Zürich

Kurzübersicht: Wichtige Jahreszahlen

  • 1856: Gründung der Schweizerischen Kreditanstalt
  • 1905: Erste Zweigniederlassung in Basel
  • 1939: Erste Auslandniederlassung in New York (SKA)
  • 1978: Beginn der Zusammenarbeit mit The First Boston Corporation
  • 1988: Massgebliche Beteiligung an The First Boston Corporation
  • 1993: Übernahme der Schweizerischen Volksbank
  • 1997: Zusammenschluss mit der Winterthur Gruppe
  • 2000: Übernahme von Donaldson, Lufkin & Jenrette (DLJ)
  • 2003: Fokussierung des Konzerns auf das Kerngeschäft; Verkauf der Credit Suisse First Boston Tochter Pershing und der Winterthur Gesellschaften Republic in den USA, Churchill in Grossbritannien und Winterthur Italien
  • 2004: Schaffung der drei Geschäftseinheiten Credit Suisse, Credit Suisse First Boston und Winterthur
  • 2006: Vollständige Integration der Credit Suisse First Boston (CSFB) in die Credit Suisse; Verkauf der Winterthur an AXA

Meilensteine

  • Gründung: Am 5. Juli 1856 gründet Alfred Escher die Schweizerische Kreditanstalt (SKA) – die heutige Credit Suisse – und macht damit Zürich zum führenden Bankenstandort und Wirtschaftszentrum der Schweiz. Der Hauptsitz der SKA befindet sich seit 1873 beim Paradeplatz im Zentrum von Zürich.
  • Kundenkommunikation: 1895 lanciert die SKA das „Effekten-Kursblatt“, das als erste regelmässig erscheinende Bankpublikation der Welt betrachtet wird. 1944 wird es in „bulletin“ umbenannt und ist seither das an Kunden, Anspruchsgruppen und weitere Interessierte gerichtete Magazin der Bank.
  • Expansion in der Schweiz: Mit der Eröffnung der ersten Filiale in Basel 1905 beginnt die Expansion der SKA in der Schweiz, die hauptsächlich durch die Übernahme von Regionalbanken erfolgt. Die ersten Filialen in der französisch- und italienischsprachigen Schweiz werden 1906 in Genf und 1913 in Lugano eröffnet. Zu den jüngsten wichtigen Übernahmen der SKA in der Schweiz zählen die Akquisitionen der Bank Leu 1990 und der Schweizerischen Volksbank 1993. Die Schweizerische Volksbank (damals einzigartig als Genossenschaft und nicht als AG strukturiert) war damals die viertgrösste Bank der Schweiz, während die SBG (Schweizerische Bankgesellschaft) und der Schweizerische Bankverein (SBV) die Positionen 1 + 2 innehatten. SBG wie auch SBV fusionierten später zur heutigen UBS.
  • Internationale Expansion: Nach der Eröffnung der ersten Vertretung in New York 1870 gründet die SKA weltweit an verschiedenen Standorten Vertretungen, z. B. in Paris (1910), London (1954), Buenos Aires (1959), Hongkong (1969) oder Bahrain (1975). 1964 erhält die Filiale der SKA in New York eine Lizenz als Universalbank in den USA.
  • Chiasso: Der „Fall Chiasso“ bringt 1977 der SKA den grössten Verlust ihrer Geschichte ein. Unter dem Druck dieser Krise bricht die SKA zu neuen Ufern auf und wandelte sich in der Folge vom Zürcher Traditionsinstitut zum internationalen Finanzdienstleister.
  • First Boston: Die Zusammenarbeit der SKA mit der 1932 als Tochter der First National Bank of Boston gegründeten First Boston Corporation beginnt 1978. 1988 entsteht die CS First Boston Inc., New York. 1990 erhält die CS Holding die Mehrheitskontrolle an der CS First Boston und wird zur ersten nichtamerikanischen Gesellschaft mit einer Mehrheitsbeteiligung an einer US-Investmentbank.
  • CS Holding: Die CS Holding wird 1982 als Schwestergesellschaft der SKA geschaffen, um verschiedene Beteiligungen zusammenzufassen. 1989 wird die SKA als Tochtergesellschaft in die CS Holding integriert.
  • Credit Suisse Group: Die CS Holding wird 1997 zur Credit Suisse Group mit vier Geschäftseinheiten: Credit Suisse, Credit Suisse Private Banking, Credit Suisse First Boston und Credit Suisse Asset Management.
  • Winterthur: 1996 beschliessen die CS Holding und die Winterthur, eine Allianz einzugehen, um gemeinsame Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte zu erschliessen. 1997 erfolgt der Zusammenschluss zwischen der Credit Suisse Group und der Winterthur. 2004 gibt die Gruppe bekannt, die Winterthur fortan als Finanzbeteiligung zu führen und für eine mögliche Kapitaltransaktion vorzubereiten. Am 14. Juni 2006 wurde der Verkauf der Winterthur an die französische AXA-Gruppe bekanntgegeben.
  • Branding: Auf das erste Signet der SKA von 1856 folgt 1930 das Geldmünzensymbol mit 20 Sternen für die Zweigniederlassungen und den Hauptsitz. 1967 lanciert die Bank ihre erste systematische Werbekampagne. 1976 führt die SKA das Logo mit den Farben Rot, Weiss und Blau ein. 1997 wird das Logo überarbeitet und modernisiert. 2006 führt die Credit Suisse ein neues Logo ein.
  • One Bank: Seit 1. Januar 2006 tritt die Credit Suisse als integrierte globale Bank mit drei Geschäftsbereichen – Investment Banking, Private Banking, Asset Management – auf.
  • Clariden Leu: Seit 1. Januar 2007 sind alle bisherigen Credit-Suisse-Töchter im Bereich Private Banking zur fünftgrößten Privatkundenbank der Schweiz vereinigt.

Kritik

Wie andere Schweizer Banken wurde die Credit Suisse für ihre Rolle während des zweiten Weltkriegs kritisiert. Anfang 2007 geriet sie in die Kritik, da sie zusammen mit weiteren Banken den Börsengang des malaysischen Holzkonzerns Samling in Hongkong finanzierte. Umweltschützer werfen Samling die Zerstörung von Regenwäldern und illegalen Holzschlag vor und fordern, dass die Credit Suisse die schätzungsweise 10 Millionen Dollar Gewinn aus dem Geschäft für den Schutz der Regenwälder bereitstellt.

Die Credit Suisse vertritt den Standpunkt, diese Geschäftsbeziehung einem umfassenden Risiko-Prüfungsprozess unterzogen zu haben, bei welchem die Einhaltung der lokalen Umweltbestimmungen und der internationalen Standards der nachhaltigen Waldbewirtschaftung durch Samling speziell im Vordergrund standen.

Literatur

  • M. Esslinger: Geschichte der Schweizerischen Kreditanstalt während der ersten 50 Jahre ihres Bestehens. Orell Füssli, Mai 1907.
  • Joseph Jung: Von der Schweizerischen Kreditanstalt zur Credit Suisse Group / Eine Bankengeschichte. 2. Auflage. NZZ Verlag, 2000.

Weblinks

Quelle:
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