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Die Dänen sind ein skandinavisches Volk, dessen Vorfahren zwischen 200 und 500 n. Chr. aus Norwegen und Schweden in das heutige Dänemark eingewandert sind. Sie sprechen die dänische Sprache, und gehören damit zu den Sprechern der germanischen Sprachen. Zusammen mit Norwegern, Schweden, Isländern und Färingern bilden sie die Sprachgruppe der Nordgermanen.
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Die Mehrzahl der 5,5 bis 6 Mio. ethnischen Dänen lebt in Dänemark. In den autonomen Gebieten stellen die Dänen eine Minderheit in der Bevölkerung. In Grönland mit 11,2 % der Einwohner und auf den Färöern mit 5,8 %. In der ehemaligen dänischen Besitzung Island leben ca. weitere 1.000 Dänen und bilden dort die zweitgrößte ethnische Minderheit.
In Schleswig-Holstein gibt es eine dänische Minderheit, die mit dem Südschleswigschen Wählerverband SSW eine eigene politische Vertretung besitzt und in zahlreichen dänischen Kirchengemeinden, Kultur- und Sportvereinen organisiert ist. Daneben gibt es dänische Schulen und Kindergärten. In Deutschland sind die Dänen als nationale Minderheit anerkannt.
Nach Angabe des Landtags Schleswig-Holsteins beträgt ihre Anzahl 50.000.[1] In dänischen Vereinen sind über 20.000 Mitglieder organisiert. Über 10.000 Einwohner im Landesteil Schleswig sprechen Dänisch als Muttersprache, weitaus mehr jedoch als Zweitsprache.[2]
Schließlich gibt es in den USA, in Kanada und in Argentinien eine größere Anzahl dänischer Auswanderer.
Die erste schriftliche Erwähnung eines Dänen findet sich in Gregor von Tours' Geschichte der Franken von ca. 590. Es ist ein gewisser König Chochillaicus, der 515 bei einem Flottenzug gegen die Franken fiel. Damals fing man an, zwischen den Schweden und den Bewohnern der dänischen Inseln zu unterscheiden. Sie breiteten sich nach Jütland aus und bauten ab 650 das Danewerk, was als Zeichen eines sehr machtvollen dänischen Häuptlingstums gilt. Ab dem 8. Jahrhundert etablierte sich der Glaube an die nordischen Götter mit Odin und Thor an der Spitze. In Ribe entstand eine bedeutende Handelsstadt der Dänen.[3]
Der Name Dänemark tauchte erstmals um 900 bei den Reisenden Wulfstan und Ottar auf. Das Wort bedeutet so viel wie „Grenzland der Dänen“ (Mark im Sinne von „Grenze“) und bezog sich auf die dänischen Inseln und Skåneland, nicht aber auf das eigentliche Kernland der Dänen, nämlich Jütland.[4]
Bis in das 9. Jahrhundert kam es zu Eroberungszügen und Besiedelung von Teilen Englands durch dänische Wikinger. 960 ließ sich der dänische König Harald Blauzahn taufen. Die Dänen wurden in der Folge christianisiert. Mit der Reformation 1536 werden die Dänen evangelisch-lutherisch. Die dänische Volkskirche genießt eine privilegierte Stellung in der dänischen Verfassung.
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