Dąbie

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen finden sich unter Dąbie (Begriffsklärung).
Dąbie
Wappen von Dąbie
Dąbie auf der Karte von Polen
Dąbie
Dąbie
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Großpolen
Geographische Lage: 52° 05' N, 18° 49' O
Einwohner: 2.128 (31. Dez. 2004)
Postleitzahl: 62-660
Telefonvorwahl: (+48) 63
Wirtschaft & Verkehr
Straße: UniejówKoło
Nächster int. Flughafen: Flughafen Łódź
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Einwohner: 6.717 (2004)
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeisterin: Zbigniew Mielczarek
Adresse: pl. Mickiewicza 1
62-660 Dąbie

Dąbie [ˈdɔmbʲɛ] (deutsch Dabie, auch Dombie, 1940-1945: Eichstädt (Wartheland)) ist eine Stadt mit 2.100 Einwohnern in Polen. Sie liegt 18 km südöstlich von Koło am Ner und gehört dem Powiat Kolski, Woiwodschaft Großpolen an.

Geschichte

Die erste Erwähnung des Ortes, der zu diesem Zeitpunkt im Besitz des Prämonstratenserordens war, stammt aus dem Jahre 1232. 1423 erhielt Dąbie Stadtrecht und wurde königliche Stadt.

1793 wurde Dąbie preußisch und war Teil von Südpreußen. 1807 lag die Stadt auf dem Gebiet des Herzogtums Warschau und ab 1815 gehörte sie zum Königreich Polen. Im 19. Jahrhundert entstanden hier mehrere Webereien. Im Jahre 1864 fanden in der Stadt Kämpfe mit Aufständischen statt. Während des Ersten Weltkrieges wurde Dąbie im Jahre 1915 bei Kämpfen zwischen deutschen und russischen Truppen zerstört. Im Jahre 1933 erhielt die Stadt einen Anschluss an das Eisenbahnnetz, die Bahnstrecke verläuft jedoch 3 km östlich der Stadt. Zwischen 1939 und 1945 gehörte die Stadt, die in Eichstädt (Wartheland) umbenannt wurde, dem deutschen Landkreis Warthbrücken an. Während dieser Zeit erfolgte eine Umsiedlung polnischer Volksangehöriger und die Ausrottung der Juden. In der 6 km nordwestlich der Stadt gelegenen Ortschaft Kulmhof (Chełmno nad Nerem) befand sich zwischen 1941 und 1944 das Vernichtungslager Kulmhof.

Gmina

Die Großgemeinde Dąbie umfasst ein Gebiet von 130 km² mit 7.250 Einwohnern. Dazu gehören folgende Ortschaften:

Name deutscher Name (1940-45)
Augustynów Augustenhof
Baranowiec Böcklin
Chełmno nad Nerem Kulmhof
Chełmno-Parcele
Chruścin Zweigtal
Cichmiana Eckendorf
Domanin
Dąbie Eichstädt
Gaj Buschen
Grabina Wielka Groß Buchenwalde
Karszew Karschin
Krzewo Sedan
Krzykosy Vogelweide
Kupinin Falkenhorst
Ladorudz Ladau
Lisice Reinecken
Lutomirów Lutzing
Majdany Maiden
Rośle Duże Rosen
Rzuchów Schuchen
Sobótka Schönhagen
Tarnówka Ladenberg
Tarnówka Wiesiołowska Tondorf
Wiesiołów Wiesental
Zalesie-Kolonia Neu Waldenau

Weblinks

Quelle:
Artikel Dąbie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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