Das Lumpengesindel

Das Lumpengesindel ist ein Märchen (Typ 210 nach Aarne und Thompson) aus den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm (KHM 10).

Inhalt

Hähnchen und Hühnchen gehen auf den Berg, Nüsse essen. Für den Rückweg macht Hähnchen einen Wagen aus Nussschalen, will aber nicht selber ziehen, sondern spannt eine Ente vor, die sie für den Nussdiebstahl bestrafen wollte. Unterwegs nehmen sie eine Stecknadel und eine Nähnadel als Passagiere mit. Sie kehren bei einem Wirt ein, indem sie ihm ein Ei und die Ente versprechen. Morgens fressen sie das Ei, stecken die Nähnadel in den Sessel, die Stecknadel in das Handtuch des Wirts und fliegen fort. Der Wirt schwört, nie mehr Lumpengesindel aufzunehmen.

Herkunft

Das Schwankmärchen ist in den Kinder- und Hausmärchen seit der Erstauflage (1812) als Nr. 10 enthalten. Die Anmerkungen lauten aus dem Paderbörnischen und nennen zum Vergleich KHM 41 Herr Korbes, KHM 27 Die Bremer Stadtmusikanten und eine Literaturstelle. Es kam wohl 1812 von August von Haxthausen.

Literatur

  • Grimm, Brüder. Kinder- und Hausmärchen. Vollständige Ausgabe. Mit 184 Illustrationen zeitgenössischer Künstler und einem Nachwort von Heinz Rölleke. S. 85-90. Düsseldorf und Zürich, 19. Auflage 1999. (Artemis & Winkler Verlag; Patmos Verlag; ISBN 3-538-06943-3)
  • Grimm, Brüder. Kinder- und Hausmärchen. Ausgabe letzter Hand mit den Originalanmerkungen der Brüder Grimm. Mit einem Anhang sämtlicher, nicht in allen Auflagen veröffentlichter Märchen und Herkunftsnachweisen herausgegeben von Heinz Rölleke. Band 3: Originalanmerkungen, Herkunftsnachweise, Nachwort. S. 32, 446. Durchgesehene und bibliographisch ergänzte Ausgabe, Stuttgart 1994. (Reclam-Verlag; ISBN 3-15-003193-1)
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