Das Paradies der Damen, 1883 geschrieben von Émile Zola, ist Bestandteil seines zwanzigbändigen Werkes Das Leben der Familie Rougon-Macquart. Anhand der Geschichte der Protagonistin Denise, einer Verkäuferin, die aus der Provinz nach Paris kommt und im Paradies der Damen eine Anstellung findet, wird das Wachstum und die Struktur dieses Kaufhauses und gleichzeitig der Niedergang des Einzelhandels eines kompletten Pariser Stadtviertels beschrieben. Sämtliche im Roman auftauchende Figuren sind aktiv oder passiv mit dem wuchernden Kaufhaus verbunden; als Mitarbeiter, Käufer oder anliegender Einzelhändler. Besonderes Augenmerk wird neben der Verkäuferin Denise auf den Inhaber des Kaufhauses, Octave Mouret, und dessen Leben in der feinen Pariser Gesellschaft sowie seine Geschäftspraktiken gerichtet. Zola gelingt es allein durch die Beschreibung der Fassade des Kaufhauses, beim Leser eine Neugier auf das Innere zu wecken. Die Geschichte der Mitarbeiter hinter den Kulissen wird ebenso erzählt wie die der Kundschaft und zeichnet ein recht genaues Bild der Arbeitsverhältnisse und der Gepflogenheiten der gehobenen Gesellschaftsschicht im Frankreich des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
Émile Zola: Das Paradies der Damen. Aus dem Französischen von Hilda Westphal. Mit einem Nachwort von Gertrud Lehnert. Fischer TB, Frankfurt/Main 2004, ISBN 359616155X
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