Deckenmalerei

Deckenmalerei in der Kapelle Notre-Dame-du-Tertre in Chatelaudren, Bretagne, Frankreich
Deckenmalerei in der Kapelle Notre-Dame-du-Tertre in Chatelaudren, Bretagne, Frankreich

Unter Deckenmalerei (auch Deckengemälde, Deckenbild, Plafondmalerei) versteht man die Bemalung (Fassung) der Decken oder Gewölbe in sakralen und profanen Innenräumen.

Die Deckenmalerei war wie auch die Wandmalerei schon in der Antike üblich. Als Technik wurde auf Putz damals und wird noch heute die Freskomalerei angewandt. Im Mittelalter waren die flachen Holzdecken und die Gewölbe mit Ornamenten und abgeteilten Bilderfolgen bemalt. Auch in der Renaissance wurden die Kassettendecken mit einzelnen Gemälden ausgestattet; mangels Vermögen, Raumtiefe darzustellen, wurden die Figuren und Architekturelemente parallel zur Bildfläche dargestellt. Erst im Barock wurden durch die Erfindung der Perspektive Figuren und Architektur von unten gesehen dargestellt; somit wurde die raumabschließende Wirkung der Decke aufgehoben, der Blick des Betrachters wurde auf einen scheinbaren Raum jenseits der Decke gezogen (Trompe-l’œil). Oft wurden damals Himmelsdarstellungen gemalt, die einen unendlichen Raum an der Decke vortäuschten. Besonders berühmt sind die Deckenmalereien von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle.

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