Deena Kastor (* 14. Februar 1973 in Waltham, Massachusetts, gebürtig Deena Drossin) ist eine US-amerikanische Langstreckenläuferin und Olympiadritte.
Sie machte zunächst als Bahn- und Crossläuferin auf sich aufmerksam. Siebenmal wurde sie auf der langen (1997 bis 2003, 2007) und einmal auf der kurzen Strecke (2000) US-Meisterin im Crosslauf. 2000, 2001, 2003 und 2004 wurde nationale Meisterin im 10.000-Meter-Lauf. [1] Ihre Bestzeit über 10.000 m (30:50,32 min, Palo Alto, 3. Mai 2002) ist US-Rekord, ihre Bestzeit über 5000 m (14:51,62 min, Stockholm, 1. August 2000) die zweitbeste einer US-Amerikanerin. [2]
Bei internationalen Meisterschaften blieb ihr allerdings der ganz große Durchbruch zunächst verwehrt. Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney scheiterte sie über 10.000 m im Halbfinale, bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 1999 in Sevilla und der WM 2001 in Edmonton wurde sie über dieselbe Distanz Elfte und bei der WM 2003 in Paris Zwölfte. Mehr Erfolg hatte sie bei der Weltmeisterschaft im Crosslauf, wo sie 2002 und 2003 die Silbermedaille holte.
Ab 2000 wendete sie sich verstärkt dem Straßenlauf zu und verbesserte zweimal den US-Rekord über 15 km auf die derzeitige Marke von 47:15 (Jacksonville, 8. März 2003). [3]
2001 wurde sie als Gesamtsiebte des New-York-City-Marathons US-Meisterin im Marathon. 2002 wurde sie Sechste beim Chicago-Marathon, und 2003 verbesserte sie als Dritte beim London-Marathon den 17 Jahre alten Rekord von Joan Benoit auf 2:21:16, wobei sie um mehr als fünf Minuten unter ihrer persönlichen Bestzeit blieb.
Beim Marathon der Olympischen Spielen 2004 in Athen gewann sie die Bronzemedaille hinter Mizuki Noguchi und Catherine Ndereba.
2005 brach sie in Philadelphia mit der Zeit von 1:07:53 den 21 Jahre alten US-Rekord von Joan Benoit im Halbmarathon. Kurz darauf wurde sie Erste beim Chicago-Marathon. Damit war sie die erste US-Amerikanerin seit Kristy Johnston (die 1995 an gleicher Stelle gewann), die bei einem der weltweit bedeutenden Stadtmarathons siegte.
2006 stellte sie zwei weitere US-Rekorde auf: Beim Berliner Halbmarathon wurde sie in 1:07:34 Zweite hinter Edith Masai, und beim verregneten London-Marathon setzte sie sich in 2:19:36 mit fast zwei Minuten Vorsprung gegenüber Ljudmila Petrowa und Susan Chepkemei durch.
2007 wurde sie beim Boston-Marathon Fünfte.