Devin Garrett Townsend (* 5. Mai 1972 in Vancouver) ist ein kanadischer Sänger und Gitarrist.
Erste internationale Bekanntheit erlangte Townsend 1993 als Gastsänger auf dem Steve-Vai-Album „Sex and Religion“. Der Durchbruch aber gelang erst 1997 mit dem Album „City“ seiner Band Strapping Young Lad. Seit 1998 veröffentlicht Townsend auch Solo-Alben. Neben seiner Fähigkeit zu sowohl melodiösen und eingängigen als auch extrem komplexen, intensiven und energiegeladenen Kompositionen ist besonders sein abwechslungsreicher Gesang, der von klarem, teilweise an Paul McCartney erinnernden Tönen, bis hin zu Kreischen und Keifen reicht, bemerkenswert. Außerdem ist Townsend ein begabter Gitarrist und profilierter Produzent (u. a. für Soilwork).
Seine Musik kann man im großen und ganzen dem Metal zuschreiben, obwohl jedes Album einen eigenen Stil hat. Während beispielsweise das Album „Ocean Machine/Biomech“ mehr im Progressive Rock beheimatet ist, geht „Physicist“ (2000) in die Power-/Thrash-Metal-Richtung. Devin Townsend selbst bezeichnet „Ocean Machine“ und „City“ als seine wichtigsten Werke.
Townsend veröffentlicht über seine Webseite immer wieder exklusive CDs, die er neben seinen herkömmlichen Solo- und Strapping-Young-Lad-Alben produziert. Dazu gehören Sammlungen alter Demos (Ass-Sordid Demos I und II) wie auch seine Ambient-Elektronik-Alben „Devlab“ und das am 15. November 2006 erschienene Album „The Hummer“, das Townsend als „letztes Album einer Ära“ bezeichnet.
Bis auf weiteres beabsichtigt Townsend, sich auf seine Produzententätigkeit sowie die Veröffentlichung eigener Solo-Projekte über seine Webseite zu beschränken. Die Promotionaktionen, die mit "herkömmlichen" Veröffentlichungen einhergehen, wie Reisen, Konzerttourneen und Interviews, haben ihn einer Nachricht in seinem Forum zufolge "ausgebrannt". Er widerspricht allerdings einigen Medienberichten, er "höre auf". Richtig sei, dass es bis auf weiteres keine Neuproduktionen oder Auftritte sowohl der Devin Townsend Band als auch Strapping Young Lad gebe. Dass sich dieser Zustand irgendwann wieder ändern könne und er sich zu gegebener Zeit doch wieder mit seinen Bands beschäftigt, schließt Townsend allerdings ausdrücklich nicht aus. Zunächst stehe für ihn im Vordergrund, weiter Musik zu produzieren und zu veröffentlichen, was er nur durch diesen Rückzug von Promotiontätigkeiten ermöglicht sieht. In diesem Zusammenhang verspricht Townsend "eine Tonne" von kommenden Neuerscheinungen.
Zur Zeit arbeitet Townsend nach eigener Angabe bereits an einem weiteren Solo-Album. Einen Namen hat das Projekt noch nicht, das Cover - soviel steht bereits fest - wird allerdings mit einer "2" in der rechten oberen Ecke gekennzeichnet werden ("Ziltoid" verfügt über eine "1" an dieser Stelle). Wie das neue Album klingen wird, ist noch nicht abzusehen, da Townsends Aussagen darüber sehr stark variieren. Weitere "Ziltoid"-Produktionen (im Gespräch waren Comics, weitere Musikalben sowie größere Videoproduktionen) scheinen derzeit entgegen früherer Ankündigungen nicht in Planung zu sein, Townsend ließ verlautbaren, er sei "fertig" mit dem "Ziltoid"-Konzept.
Wie Townsend in Interviews immer wieder beschreibt, werden seine Werke auch dadurch beeinflusst, dass er unter einer bipolaren Störung leidet. Das Lied "Shitstorm" des Albums "Alien" entstand laut Townsend in einem Zustand, in dem er kurzzeitig seine Medikation abgesetzt hatte [1]. Weiterhin ist er Synästhetiker, empfindet also Musik, Buchstaben, Zahlen und Gefühle (wie Ärger und Glück) als Farben [2].
Im Oktober 2006 wurde sein erstes Kind Reyner Liam Johnstan Townsend geboren.
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