Dialog im Dunkeln

Über dem Eingang steht der Museumsname in Brailleschrift
Über dem Eingang steht der Museumsname in Brailleschrift

Am östlichsten Punkt der Hamburger Speicherstadt hat die Ausstellung Dialog im Dunkeln ihre Räumlichkeiten. In dieser Erlebniswelt gibt es garantiert nichts zu sehen.

In absolut abgedunkelten Räumen werden die Besucher in die Lage von blinden Menschen versetzt. Nur durch Tasten, Hören, Schmecken, Riechen und das Vertrauen in einen blinden Führer bewältigen die Besucher Situationen des täglichen Lebens. So ist beispielsweise ein Spaziergang im Park und eine geplante Bootsfahrt ein Teil des Programmes, zu dem auch der Besuch der Dunkel-Bar gehört.

Der Zugang findet nur im Rahmen von Führungen statt. Die meisten Angestellten der Ausstellung sind blind oder sehbehindert und haben durch dieses Projekt einen Arbeitsplatz gefunden.

Die Idee zu Dialog im Dunkeln wurde 1988 geboren. Seit dem haben weltweit über 2 Millionen Besucher eine Ausstellung dieser Art besucht. In der Speicherstadt ist die Ausstellung seit dem Jahr 2000 beheimatet. Zunächst nur bis März 2005 geplant, wird die Ausstellung nun bis ins Jahr 2008 fortgeführt.

Neben der Ausstellung an sich werden zahlreiche Sonderveranstaltungen und Seminare angeboten. Außerdem gibt es von Dialog im Dunkeln eine Wanderausstellung, die in vielen europäischen Städten Station macht. Derzeit läuft auch die Ausstellung "Dialog im Dunkeln" in Österreich in Wien in der Wiener Stadthalle, Halle F.

Das Dialogmuseum in Frankfurt am Main beruht auf einem ähnlichen Konzenpt, ist jedoch keine Ausstellung, sondern als festes Museum angelegt.

Einen ganz ähnlichen Ansatz verfolgte der Verantwortliche, Dr. Andreas Heinecke und die Kuratorin Orna Cohen, 2006 mit dem Projekt Schattensprache, einer Hinführung zur Lebensumgebung Tauber.

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