Diego Ribero (auch genannt Diego de Ribero, Diego (de) Rivero, Diego Ribeiro oder Diego Ribeira) († 16. August 1533) war ein spanischer Kartograf und Entdecker portugiesischer Abstammung.
Er stand zunächst, ab 1518, in den Diensten Karls V. als Kartograph der Behörde Casa de Contratación in Sevilla. Bereits ein Jahr später erhielt er die spanische Staatsbürgerschaft. Kurze Zeit darauf arbeitete er das Kartenmaterial Magellans aus, der gerade seine erste Weltumsegelung beendet hatte.
Am 10. Januar 1523 erhielt er die Titel cosmógrafo real und maestro de hacer cartas, astrolabios y otros instrumentos de navegación.
Im Jahr 1524 nahm Ribero als spanischer Delegierter an der Badajoz-Konferenz teil, bei der Spanien und Portugal den Gebietsdisput über die Philippinen diplomatisch austrugen. Dabei ging es auch um die Umsetzung des Vertrages von Tordesillas.
Im Jahre 1531 erfand er eine bronzene Wasserpumpe, die eine zehnfach höhere Fördermenge als die bisherigen Pumpen leistete.
Er verstarb am 16. August 1533.
Riberos bedeutendster Verdienst ist die Erstellung der Karte Padrón real aus dem Jahre 1527, deren Kopien sich in der Klassik Stiftung Weimar (Mundus Novus) und der Vatikanischen Bibliothek befinden. Es ist die erste Weltkarte, die sich auf empirische Forschung stützt. In die Karte flossen zahlreiche Informationen des Magellan-Mitseglers Elcano ein. Sehr genau war dabei (erstmals) die Darstellung Mittel- und Südamerikas, allerdings fehlten Australien und die Antarktis völlig. Indien wurde nach heutigem Wissen viel zu klein dargestellt. Die Karte zeigt jedoch erstmals die ganze Weite des Pazifischen Ozeans. Ribero kam somit dem Kartographen Sebastian Cabot zuvor, der ebenfalls eine Weltkarte ausarbeitete, diese (Il paese di Roma) jedoch erst 1547 veröffentlichte. Alle spanischen Kriegsschiffe wurden fortan damit ausgerüstet.