Diktiergeräte dienen der analogen oder digitalen Aufnahme von Sprache und stellen dem Nutzer Mittel bereit, diese Aufnahmen geeignet weiterzuverarbeiten. Durch die Benutzung eines Diktiergerätes werden die Aufgaben des Formulierens und des Schreibens voneinander getrennt und können von verschiedenen Personen ausgeführt werden.
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Zur Abgrenzung von anderen Aufzeichnungs- oder Wiedergabegeräten haben Diktiergeräte meistens folgende Eigenschaften:
Erfunden wurde das Diktiergerät von Thomas Alva Edison als eine Anwendungsmöglichkeit seines Phonographen. Es wurde bis Ende der 1920er-Jahre u. a. als Ediphone vertrieben; im Vergleich zu modernen Kleinstgeräten, die es z.B. in Kugelschreiber eingebaut gibt, waren diese Geräte noch sehr klobig und unhandlich. Gleichwohl revolutionierten sie die Abläufe vornehmlich in den Chefbüros, war es doch nun möglich, z.B. unabhängig vom gerade anwesenden Personal zu diktieren und die Notate zu einem späteren Zeitpunkt niederschreiben zu lassen.
Analoge Diktiergeräte sind heute zwar noch im Einsatz, spielen aber kommerziell nur noch eine geringe Rolle.
Digitale Diktiergeräte zeichnen Audiodaten durch ein verlustbehaftetes Kompressionsverfahren auf einem digitalen Datenspeicher auf. Diese digitalen Daten können beliebig kopiert, archiviert und weiterverarbeitet werden. Insbesondere durch den technischen Fortschritt der Spracherkennungssysteme haben digitale Lösungen eine weit größere Leistungsfähigkeit als analoge erreicht.
Je nach Preisklasse und Nutzergruppe des Geräts unterscheiden sich die Eigenschaften eines digitalen Diktiergeräts sehr stark:
In der Regel werden fest im Gerät integrierte Flash-Speicher verbaut, in hochwertigeren Geräten kommen aber Speicherkarten zum Einsatz, die deutlich größere Kapazitäten erlauben.
Um die Kapazität ihrer Geräte sinnvoll nutzbar zu machen und die Weiterverarbeitung - wie Archivierung oder Versendung über Internet - zu vereinfachen, verwenden die Hersteller verschiedenste Kompressionsverfahren. In der Regel handelt es sich dabei um proprietäre Audiocodecs, in hochwertigen Geräten kommen die herstellerunabhängigen Verfahren DSS und DSS Pro zum Einsatz.
Da professionelle Anwender von Diktiergeräten möglicherweise hunderte von Bedienschritten am Tag an ihren Geräten durchführen, werden an hochwertige Diktiergeräte sehr hohe Ergonomieanforderungen gestellt. Um diesen zu genügen, werden z.B. Schiebeschalter verwendet, Gehäuseformen und -materialien optimiert oder häufig genutzte Funktionen besonders schnell erreichbar gemacht.
Je nach baulichem Aufwand des Geräts kann ein breites Funktionsspektrum unterstützt werden. Professionelle Geräte erlauben es z.B., Diktate zu übersprechen oder sie partiell zu löschen oder stellen eine leistungsfähigere Verwaltung der Aufnahmen (Datum- und Zeitstempel, Autorkennung, Indexmarkierungen, etc.) bereit.
Lediglich Einsteigergeräte verzichten auf eine Schnittstelle zum PC, da ohne sie keine elektronische Weiterverarbeitung erfolgen kann. Eine häufige Anwendung wäre beispielsweise die Anbindung an eine Spracherkennungssoftware.
Für hochwertige Geräte werden Schreibplatzsoftware und Workflow-Management-Programme angeboten. Auch wird von derartigen Geräten oft erwartet, daß spezielles Zubehör - wie beispielsweise Fußschalter - verfügbar ist.
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