| Discofox (Three Count Hustle) | |
|---|---|
| Technik: | unklassifiziert |
| Art: | Gesellschaftstanz, Turniertanz |
| Musik: | Popmusik, Techno |
| Taktart: | 4/4- oder 2/4-Takt |
| Tempo: | beliebig (schnell 30–36 TPM, langsam 20–30 TPM) |
| Herkunft: | {{{Herkunft}}} |
| Entstehungszeit: | ~1973 |
| Liste der Tänze | |
Discofox ist ein Gesellschaftstanz, der paarweise getanzt wird.
Inhaltsverzeichnis |
Der Discofox ging aus dem Foxtrott hervor, als um 1973 frei improvisierende Discotänzer zur Tanzhaltung zurückkehrten und den klassischen Foxtrott um Elemente aus Swing, Boogie-Woogie und Two-Step bereicherten. Dabei entstand in den USA der Hustle (auch Hussle), in Europa der Discofox, der 1979 in das Welttanzprogramm aufgenommen wurde. Erste Turniere wurden Ende der 1980er Jahre in der Schweiz ausgetragen; dabei manifestierte sich die Bezeichnung Disco Swing, als mehr und mehr Elemente aus anderen Tänzen wie Rock ’n’ Roll, Boogie Woogie, Swing, Mambo, Salsa und Cha-Cha-Cha in den Discofox integriert wurden. 1992 fand die erste Discofox-Weltmeisterschaft in Basel statt, organisiert wurde sie von der International Dance Organization]. Erst acht Jahre später folgte die zweite Weltmeisterschaft in Miami, seitdem jedoch werden Europa- und Weltmeisterschaften jährlich durchgeführt.
Der Discofox ist eine Fusion vieler verschiedener Elemente aus anderen Tänzen, weshalb er keine eigenen technischen Elemente entwickelt sondern aus denen anderer Tänze besteht. So kombiniert er die aus dem Foxtrott abgeleiteten Schrittmuster mit der klassischen Tanzhaltung, der Improvisationsfreiheit des Swing, den Drehtechniken der lateinamerikanischen Tänze, den Wickelfiguren der Salsa und den akrobatischen Figuren des Rock ’n’ Roll und Boogie Woogie.
Der Discofox basiert auf dem 4/4-Takt, wobei jedoch der Takt nicht als ganzes, sondern die Beats (engl. Taktschläge) einzeln gezählt werden. Im Discofox und dem eng verwandten amerikanischen Three Count Hustle umfasst ein Grundschritt drei Schläge, in anderen Stilrichtungen wie z. B. dem New York Hustle vier Schläge. Während im klassischen Discofox ein 3er-Schritt verwendet wird, d. h. auf drei Schläge fallen auch drei Schritte, wird im Three Count Hustle und dem Discofox nach Vorbild des Hustle ein 4er-Schritt verwendet, d. h. auf drei Schläge fallen vier Schritte:
Takt: 1 . 2 . 3 . 4 . 1 . 2 . 3 . 4 . ------------------------------------------------------ 3er-Schritt: |X X X |X X X |X ... 4er-Schritt, 1 2&3: |X X X X |X X X X |X ... 4er-Schritt, 1 2a3: |X X XX |X X XX |X ... 4er-Schritt, 1 2 3&: |X X X X|X X X X|X ...
Legende: X = Schritt, | ... | = ein Grundschritt.
Als Musik eignet sich prinzipiell jede Form der Tanzmusik mit regelmäßigem 4/4-Rhythmus und einer Geschwindigkeit von ca. 30 TPM bzw. 120 BPM. Insbesondere wird aktuelle Tanzmusik der Discos, d. h. Popmusik und Spielarten des Techno, verwendet.
Der Discofox ist in die folgenden Stilrichtungen aufgeteilt, die in dieser Reihenfolge direkt auseinander hervorgehen:
Der Hustle hat sich seit seiner Entstehung in die folgenden Stilrichtungen aufgespalten:
Die Stile unterscheiden sich hauptsächlich in den Zählweisen, einige Stile zeichnen sich durch besonderen Einsatz von Spaßelementen aus, so z. B. der Rope Hustle, bei dem die Tanzpartner durch ein Seil verbunden sind. Am verbreitetsten sind New York und Three Count Hustle, beide orientieren sich stark am Urstil des Hustle, wie er 1977 durch den Film Saturday Night Fever bekannt wurde.
Der Discofox ist heute neben Salsa der populärste Paartanz in der Schweiz und in Deutschland, was u. a. an seiner technischen Unkompliziertheit liegt. Weniger verbreitet ist er in Australien (Ceroc), Frankreich, Italien, Österreich, Russland (Disco Hustle) und Schweden.
Die Schweiz ist seit Ende der 1990er Jahre weltweit die erfolgreichste Discofox-Nation. So gingen fast alle Europa- und Weltmeistertitel der letzten Jahre in die Schweiz. Hauptgrund ist wohl die aktive Disco Swing-Tanzszene, in der täglich, vornehmlich im Raum Zürich und der Ostschweiz, in verschiedenen Lokalen Disco Swing zu aktueller Musik getanzt werden kann. In diesen „Dancings“ mischen sich Tänzer aus verschiedenen Stilrichtungen (Rock 'n' Roll, Salsa, Jazz, Hip-Hop, Lateinamerikanische Tänze) und entwickeln ständig neue Figuren, Schrittfolgen und Stilvarianten.
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