Die Distillery in Leipzig ist der dienstälteste Technoclub Ostdeutschlands.
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Entstanden ist der Club im September 1992 auf dem Gelände einer alten Brauerei in der Biedermannstraße. Daher stammt wohl auch der Name (englische Bezeichnung für Destillerie), obwohl in der Brauerei nie Hochprozentiges gebrannt wurde. Nach dem die alte Location insbesondere wegen der Lärmbelästigung geschlossen wurde, gab es diverse Protestaktionen. Daraufhin einigten sich die Betreiber mit den Behörden im Oktober 1995 auf eine neue Location in der Südvorstadt. Seitdem befindet sich der Club in einem Gebäude auf einem ehemaligem Gelände der Deutschen Bahn in der Kurt-Eisner-Straße 108a. Das Lärmproblem gehört seitdem der Vergangenheit an.
In den letzten Jahren vollzog der Club eine musikalische Öffnung. Neben Techno und House haben auch Drum'n'Bass und andere Stilrichtungen der elektronischen Musik sowie Hip-Hop ihren Platz im facettenreichen Programm gefunden. Viele nationale und internationale Künstler legten schon auf (Carl Craig, Sven Väth, Steve Bug, LTJ Bukem, Richie Hawtin, Afrika Bambaataa). Der bekannteste lokale DJ, der regelmäßig mit einer eigenen Partyreihe zu Gast ist, ist der Leipziger Deep House-DJ und -produzent Matthias Tanzmann. Er war auch zeitweise Resident-DJ des Clubs. Neben reinen DJ-Sets gibt es auch Liveacts und kleine Clubkonzerte.
Die Türsteherpolitik ist locker und wenig rigide. Einen elitären Dresscode gibt es nicht. Am Eingang beziehen die Betreiber mit einem schriftlichen Statement Stellung gegen Drogenkonsum und -handel.
In der Leipziger Techno-Szene hingegen ist der Club der erste Anlaufpunkt. Bei größeren Veranstaltungen zieht der Club Publikum auch aus anderen ostdeutschen Bundesländern (insbesondere Sachsen-Anhalt und Thüringen) an. Die Distillery gilt als einer der fünfzehn bekanntesten und einflussreichsten in Techno-Clubs Deutschlands. Da er mit seiner fast fünfzehnjährigen Geschichte zu den ältesten noch aktiven Techno-Clubs Deutschlands zählt, genießt er deutschlandweit hohes Ansehen.