| Dobiegniew | |||
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| Basisdaten | |||
|---|---|---|---|
| Staat: | Polen | ||
| Woiwodschaft: | Lebus | ||
| Landkreis: | Strzelce Krajeńskie-Drezdenko | ||
| Fläche: | 5,69 km² | ||
| Geographische Lage: | 52° 58' N, 15° 45' O | ||
| Höhe: | 58 m n.p.m | ||
| Einwohner: | 3.189 (2005) | ||
| Postleitzahl: | 66-520 | ||
| Telefonvorwahl: | (+48) 95 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | FSD |
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| Wirtschaft & Verkehr | |||
| Straße: | Berlin–Danzig | ||
| Schienenweg: | Stettin–Posen | ||
| Nächster int. Flughafen: | Flughafen Stettin | ||
| Gemeinde | |||
| Gemeindeart: | Stadt- und Landgemeinde | ||
| Gemeindegliederung: | 27 Ortschaften | ||
| Fläche: | 350,994 km² | ||
| Einwohner: | 7.010 (2004) | ||
| Verwaltung (Stand: 2007) | |||
| Bürgermeister: | Leszek Waloch | ||
| Adresse: | ul. Dembowskiego 2 66-520 Dobiegniew |
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| Webpräsenz: | www.dobiegniew.pl | ||
Dobiegniew [dɔ'bʲɛgnɛf] (deutsch Woldenberg) ist eine Stadt in Polen. Sie liegt 46 Kilometer nordöstlich von Gorzów Wielkopolski in einer Seenlandschaft und gehört dem Powiat Strzelecko-Drezdenecki an.
Inhaltsverzeichnis |
Dobiegniew liegt im Norden der Woiwodschaft Lubin am westlichen Rand der Kroner Seenplatte. Im Norden der Stadt erstreckt sich der Großen See. Durch die Stadt führt die Landesstraße 22 von Gorzów Wielkopolski nach Elbląg. Gorzów ist auch die nächstgelegene größere Stadt, 46 Kilometer westlich entfernt. Der Bahnhof der Stadt befindet sich an der Strecke Stettin–Posen.
In der mit Sümpfen und Seen gefüllten Niederung des Woldenberger Fließes lässt sich eine Pfahlbautenbesiedlung aus der Jungsteinzeit nachweisen. Die erste schriftliche Quelle stammt aus dem Jahre 1250, als Herzog Przemysl I. von Großpolen die Ansiedlung „Dubegneve“ dem Zisterzienserkloster in Ovinsk überließ. Es wird vermutet, dass diese an einer heute verschwundenen Befestigungsanlage entstand, die zum Schutze der Handelsstraße von Küstrin über Landsberg und Friedeberg diente, die über den Dragepass in Hochzeit (Stare Osieczno) weiter nach Schloppe und ins Landesinnere führte.
Um 1295 gelangte "Dubgnew" an Brandenburg, Markgraf Otto mit dem Pfeil bestätigte 1297 in der Stadt den Besitz des Klosters Ovinsk. Die askanischen Markgrafen weilten mehrfach in „Dubegnewe“, 1303 wurde hier der Vertrag der vier Markgrafen mit dem Bischof von Cammin geschlossen und 1305 war es Woldemar, der von hier dem Kloster Marienwalde eine Besitzbestätigungsurkunde ausfertigte.
Im Jahre 1313 ist Dubegnewe erstmals als Stadt genannt, als die Bürger die markgräfliche Mühle für 500 Mark Silber erwarben. Jedoch dürften das Stadtrechte schon seit dem Ende des 13. Jahrhunderts bestanden sein. 1333 ist der Name „Waldinborg“ erstmals nachweisbar, der den alten Namen binnen kurzer Zeit vollständig ablöste. Woldenberg war eine ummauerte Stadt, von der ursprünglichen Stadtbefestigung mit 37 Weichhäusern sowie mehreren Wällen und Gräben sind heute nur noch die Ruinen eines Turmes erhalten.
Zwischen 1402 und 1454 war Woldenberg als Teil der Neumark im Besitz der Deutschordensritter und wurde 1433 von den Hussiten niedergebrannt. 1455 kam die Stadt wieder zur Mark Brandenburg und erhielt die Rechte einer Immediatstadt. In dieser Zeit entstand auch die dreischiffige Stadtkirche, eine gotische Hallenkirche aus Backsteinen. 1581 war Woldenberg Schauplatz eines Hexenprozesses, bei dem fünf Menschen auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden. Mehrfach wurde Woldenberg durch Stadtbrände zerstört, der letzte größere brach 1710 aus. Beim Wiederaufbau wurde der Marktplatz vergrößert und die Straßenzüge nach regelmäßigen Grundriss neu gestaltet. Der Standort des Rathauses wurde von der Mitte des Marktes an dessen Ostseite verlegt. In der Stadt kreuzten sich mehrere Handelswege nach Posen, Stettin und Küstrin, die zur Ansiedlung von Kaufleuten führten. Daneben war das Tuchmacherhandwerk ansässig. Bis zur Stilllegung der Papiermühle im Jahre 1847 war Woldenberg auch ein Zentrum der Papierherstellung.
Durch die preußische Verwaltungsreform von 1815 wurde Woldenberg in den brandenburgischen Kreis Friedeberg eingegliedert. Im 19. Jahrhundert erfolgte die Anbindung an bedeutende Verkehrswege. Die 1829 angelegte Chaussee von Berlin nach Königsberg (Ostpreußen), die spätere Reichsstraße 1, führte durch Woldenberg. 1847 wurde die Eisenbahnstrecke nach Stargard eingeweiht, die im Jahre 1849 noch in südöstliche Richtung bis Kreuz als Anschluss an die Ostbahn und von dort nach Posen weitergeführt wurde.
Im Zusammenhang mit der 1938 erfolgten Auflösung der Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen wurde Woldenberg zusammen mit dem Kreis Friedeberg in die Provinz Pommern eingegliedert. Während des Zweiten Weltkriegs wurde 1939 hier das Stalag II C errichtet, das zwischen 1940 und 1941 zum Offiziersgefangenenlager Oflag II C Woldenberg mit einer Fläche von 25 Hektar erweitert wurde und bis 1945 bestand. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges fanden 1945 bei Woldenberg schwere Kämpfe statt, bei denen die Stadt zu 85 Prozent zerstört wurde. Das bedeutendste Baudenkmal, die gotische Stadtkirche, blieb erhalten, während große Teile der Innenstadt heute aus Grünflächen bestehen. Nach Kriegsende kam die Stadt zu Polen.
| Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 1801 | 1.721 |
| 1875 | 4.089 |
| 1890 | 4.676 |
| 1933 | 5.103 |
| 1939 | 5.344 |
| 1939 | 5.674 |
Das Gebiet der Gemeinde hat eine Fläche von 316 km² (einschließlich der Stadt 351 km²) auf denen 7.434 Einwohner leben. Sie umfasst die Ortschaften und Wohnplätze Chomętowo (Hermsdorf), Chrapów (Grapow), Czarnolesie (Kesselgrund), Derkacze (Dicking), Dębogóra (Eichberg), Głusko (Steinbusch), Grabionka (Grabershof), Grąsy (Gramsfelde), Jarychowo (Neuhütte), Kępa Zagajna (Friedrichslust), Lipinka (Jägersburg), Lubiewko (Brandsheide), Łęczyn (Lenzenbruch), Ługi (Lauchstädt), Mierzęcin (Mehrenthin), Osiek (Wutzig), Ostrowiec (Rohrsdorf), Podlesiec (Waldowshof), Radachowo (Heidekavel), Radęcin (Regenthin), Sarbinowo (Schüttenburg), Sławica (Krügergrund), Słonów (Schlanow), Słowin (Lämmersdorf), Stare Osieczno (Hochzeit) und Wołogoszcz (Wolgast).
Dobiegniew (Woldenberg) - Stadt | Drezdenko (Driesen) - Stadt | Stare Kurowo (Alt Karbe) | Strzelce Krajeńskie (Friedeberg) - Stadt | Zwierzyn (Neu Mecklenburg)