Domus de Janas (dt. Häuser der Feen) -sie werden auch als "Necropoli ipogeica" bezeichnet - heißt eine Gattung der Felsengräber auf Sardinien die der Ozieri-Kultur zugerechnet werden. Es gibt auf der Insel weit mehr als 1000 davon, die in Gruppen von fünf bis 40 zusammen liegen.
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Das mediterrane Felsengrab ist ein Phänomen, das sich zu (unterschiedlichen Zeiten) zwischen Syrien und Portugal im den Sedimentgebieten der meisten Mittelmeerländer findet, häufig auch auf den Inseln.
Die älteste Form sind kleine, etwa einen Kubikmeter große Kammern mit leicht gebauchten Wänden und gerundeten Ecken die in senkrechten Felsbereichen liegen. Sie wurden mit einer Platte verschlossen die oft in einem regelrechten Rahmen lag. Sie sind unverziert und wenig spektakulär. Später wurden regelrechte Felsenwohnungen errichtet, bzw. durch Erweiterung geschaffen. Diese mit Stiersymbolik zum Teil reich verzierten Anlagen wurden bis zum Beginn der Nuraghenkultur nachgenutzt. Einige sind mit langen Dromoi in die Flanken von Hügeln gearbeitet (Filigosa, in Macomer). Eine vermutlich originale und seit der Erstbelegung ungestörte Anlage bei Iglesias barg 35 Schädel die separiert auf den übrigen Knochen lagen.
Eine Variante der Domus de Janas sind senkrechte mastabaartig in den Untergrund gearbeitete Schächte mit eiförmigen Kammern, wie sie auf der Sinis-Halbinsel bei Cuccuru S'Arriu vorkommen.
Besonders sehenswerte, aber mitunter auch schwer erreichbare (mit s gekennzeichnete) Plätze:
Moravetti A.: Guide archeologiche Sardegna 2; 1995