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Der Dreisatz (früher auch: die Regel de tri, latein. regula de tribus, manchmal auch Schlussrechnung) ist ein Berechnungsverfahren für proportionale Wertepaare ausgehend von einem bekannten Wertepaar (x0,y0).
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Anders formuliert: Ausgehend von dem bekannten Verhältnis von x0 Einheiten eines Objektes A zu y0 Einheiten eines anderen Objektes B fragt man nach der Anzahl Einheiten von B, die in demselben Verhältnis zu x1 Einheiten von A stehen.
Der Begriff Dreisatz kommt daher, dass man dieses Proportionalitätsproblem typischerweise in drei Sätzen formuliert und löst.
I. Das Verhältnis ist x0 Einheiten von A zu y0 Einheiten von B.
II. Das entspricht dem Verhältnis eine Einheit von A zu
Einheiten von B.
III. Das gesuchte Verhältnis ist x1 Einheiten von A zu
Einheiten B.
In der Praxis werden die vorkommenden Brüche üblicherweise in jedem Schritt vollständig gekürzt.
Vor der Anwendung des Dreisatzes ist stets zu prüfen, ob die Voraussetzung einer proportionalen Zuordnung (in Beispiel 1: konstante Geschwindigkeit) gegeben ist.
Das Formulieren und Lösen des Dreisatzes in ganzen Sätzen stammt aus einer Zeit, bevor die Mathematik mit Hilfe der Algebra in der Lage war, solche Fragen in Symbolen auszudrücken und zu abstrahieren. Eine Methode diese Abstraktionsebene zu nutzen ist die Folgende:
Man schreibt:


Wichtig ist bei dieser sehr verkürzten Darstellung, die Werte mit den gleichen Einheiten untereinander zu schreiben. Man erhält

Der verallgemeinerte Dreisatz, der das Verhältnis von einem Produkt von Einheiten mehrerer Objekte zu einer Anzahl von Einheiten eines Objektes als Ausgangspunkt der Fragestellung nimmt, basiert auf dieser Methode (vgl. Beispiel 2).
Einfacher formuliert: Ausgehend vom Verhältnis
kann man auf zweierlei Art und Weise die Lösung des Problems
bestimmen. Entweder man führt mehrfach den normalen Dreisatz aus (man geht zuerst von a0 zu a1 über, dann von b0 zu b1 und schließlich von c0 zu c1) oder man macht alle Schritte parallel:



In 3 Stunden legt ein Fahrzeug bei konstanter Geschwindigkeit 240 km zurück, wie weit kommt es in 7 Stunden? Der Schluss:
Rechnung:
| Zeit in h | Strecke in km | Rechne: | |
| 1. | 3 | 240 | :3 |
| 2. | 1 | 80 | ·7 |
| 3. | 7 | 560 |
Lösung: In 7 Stunden kommt das Fahrzeug 560 km weit. (Die Systemkonstante ist in diesem Falle die Geschwindigkeit des Fahrzeugs, 80 km/h).
2 Kühe fressen an einem Tag 48 kg Gras. Wie viel kg Gras fressen 5 Kühe in 6 Stunden?
Diese Beispiele haben dieselben Zahlen, jedoch unterschiedliche Verhältnisse. Im ersten Beispiel beziehen sich die Mengenangaben auf einen festen Zeitraum (ein Arbeitstag). Im zweiten Beispiel beziehen sich andererseits die Zeitangaben auf eine feste Mengenangabe (eine bestimmte Menge Abraum). 
Der Dreisatz ist für Prozentrechnungen, aber auch für viele physikalische oder chemische Formeln oder Hochrechnungen geeignet. Dennoch ist der Dreisatz lediglich ein sehr einfaches Hilfsmittel, da die Prozentrechnung - richtig verstanden - wie auch die Bruchrechnung auf dieses Hilfsmittel verzichten.
Der Dreisatz kann nicht-proportionale Vorgänge nicht erfassen:
Da die benötigte Zeit nicht direkt proportional mit der Anzahl der Bauarbeiter zusammenhängt, ist das Problem mit dem Dreisatz nicht formulierbar.
Die Lösung für dieses Beispiel würde so aussehen:
