Dreizack

Verzierter Dreizack aus Burma, 18. Jhdt.
Verzierter Dreizack aus Burma, 18. Jhdt.

Der Dreizack ist in der griechischen Mythologie das Zepter und die Waffe des Meeresgottes Poseidon (auch des Triton) und war in der Geschichte die Waffe des Retiariers (Netzkämpfer), eines speziellen Gladiators. Poseidon wird in der römischen Welt Neptun genannt. Der Dreizack besteht aus einem Schaft, der vorn in drei mächtige, gerade, oft mit Widerhaken versehene Zinken auslief.

Wie viele Hieb- und Stichwaffen ist der Dreizack eine Weiterentwicklung eines alltäglichen, friedlichen Werkzeugs, in diesem Fall einer Harpune, die bei Naturvölkern, explizit den Inuit, heute noch beim Fischfang Verwendung findet. Die ursprünglichen Materialien sind Horn, Elfenbein oder Knochen. Nur im Fischfang oder bei der Jagd sind Widerhaken sinnvoll, da die Beute damit festgehalten wird. Im Nahkampf wäre dies eher ein unerwünschter Effekt.

  • Der Teufel wird oftmals auch mit einem Dreizack abgebildet.
  • Der Dreizack dient auch als Markensymbol für die Firma Maserati
  • Zudem taucht der Dreizack in der Mystik des fortgeschrittenen tantrischen Yogas auf. Der Tantrische Meister Padmasambhava, Gründer des tibetischen Buddhismus, wird auf Abbildungen oft mit einem tantrischen Dreizack (Kathvanga) dargestellt.
  • Der hinduistische Gott Shiva wird in allen Darstellungen mit einem Dreizack abgebildet.
  • Paracelsus soll geistig Kranke unter Zuhilfenahme eines Dreizackbildes geheilt haben.
  • Das Wappen der Ukraine zeigt eine entwickelte Form eines Jahrhunderte alten Dreizähner bzw. Dreizack [1]
  • Es gibt auch einen Schmetterling mit Namen Dreizack-Pfeileule (Acronicta tridens).
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