Druckluft, umgangssprachlich auch Pressluft bezeichnet komprimierte Luft.
Sie dient verschiedenen Zwecken
Entsprechend dem Verwendungszweck wird normale Luft mit Kompressoren auf einen höheren Druck gebracht und unterschiedlich behandelt.
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Druckluft wird zum Antrieb von Zylindern, Turbinen oder auch von Rohrpost verwendet, wobei beim Entspannen der Luft die Energie in Linearbewegung oder Drehbewegung umgewandelt wird. Hier kann die Druckluft mit Öl versetzt sein, das Öl dient als Schmierstoff. Zunehmend werden jedoch ölfreie Anwendungen eingesetzt, durch die Verwendung neuartiger Werkstoffe ist die Ölbeimengung nicht mehr notwendig. Allgemein ist diese Anwendung unter der Bezeichnung Pneumatik bekannt.
Plötzliche Entspannung beim Trennen der Druckluftverbindung kann den sogenannten Peitschenhiebeffekt hervorrufen. Um dies zu vermeiden, fordert die Berufsgenossenschaft den Einsatz von Sicherheitsschnellkupplungen nach ISO Norm 4414 und Sicherheitsnorm EN 983 ("... Schnellkupplungen müssen so ausgewählt werden, dass sie, wenn sie gekuppelt oder entkuppelt werden, das Kupplungsteil nicht durch den Druck gefährlich wegschleudern, ..."). Arbeitgeber sind aufgefordert, für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu sorgen. Neben der Sicherheitsentriegelung sollte die Verbindung mit einer Hand leicht getrennt werden können.
Beim Entspannen der Luft in einer Düse wird ein schneller Luftstrom erzeugt, der zum Wegblasen von Partikeln und Flüssigkeiten verwendet werden kann. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Druckluft von nicht ölfrei verdichtende Kompressoren (Kolben-, Schrauben-, Pleuel- und Rotationskompressoren) immer einen Ölnebel enthält und deshalb für hochreine Anwendungen ohne sehr aufwendige Filterung absolut nicht geeignet ist. In der Nahrungsmittelindustrie beispielsweise darf nur ölfreie Druckluft zum Einsatz kommen. Sie wird mit Membrankompressoren erzeugt und ist absolut ölfrei, da die Luft nicht mit ölbehafteten Maschinenteilen in Berührung kommt.
Luft wird entweder in einem stationären Druckluftnetz, z. B. in einem Krankenhaus, verteilt oder in Druckluftflaschen unter einem höheren Druck zur Platzverringerung gespeichert und bei Bedarf über Druckminderventile zur Atmung mit Atemschutzgeräten und beim Gerätetauchen verwendet. Druckluft als Atemluft enthält nahezu keine Luftfeuchtigkeit, daher muss ihr für den langfristigen Einsatz am (intubierten) Patienten künstlich Luftfeuchtigkeit zugeführt werden, um eine Austrocknung der Lunge zu verhindern.
Beim Einsatz spezieller Atemgase, z. B. beim Tauchen mit Nitrox, darf nur ölfreie Druckluft beigemischt werden.
In vielen technischen Prozessen wird Druckluft zur Kühlung verwendet.
Als Energieträger oder zur Reinigung hat Druckluft meist einen Druck von 10 bis 15 bar. Als Atemluft zum Tauchen oder in Atemschutzgeräten steht die Druckluft in den Flaschen unter 200 bis 300 bar.
Atemschutzkompressor, Atemschutzgerät, Lungenautomat, Presslufthammer, Luftlager, Rohrpost