Durchstarten

Abfolge in graphischer Darstellung
Abfolge in graphischer Darstellung

Durchstarten (engl. go-around oder missed approach) bedeutet das Abbrechen der Landung eines Luftfahrzeugs, das sich im Endanflug (engl. final approach) befindet oder bereits auf der Landebahn aufgesetzt hat. Das Durchstarten wird von jedem Piloten bei der Ausbildung mehrfach durch sogenannte Touch-and-Gos oder low approaches (dtsch. tiefer Anflug) trainiert.

Gründe für das Durchstarten

Durchstarten wird von der Flugsicherung angeordnet oder vom verantwortlichen Piloten angeordnet bzw. durchgeführt. Als Gründe kommen in Frage:

  • Abbruch eines Instrumentenanfluges aufgrund nicht ausreichender Sichtmerkmale beim Erreichen der Entscheidungshöhe
  • Blockierte Landebahn, zum Beispiel durch ein anderes Flugzeug, ein Landfahrzeug oder Gegenstände
  • Schwierigkeiten mit der Staffelung der Flugzeuge im Landeanflug
  • Probleme mit der Konfiguration des Flugzeugs für die Landung (z. B. zu hohe Anfluggeschwindigkeit)
  • Misslungener Anflug, zum Beispiel hinsichtlich der Ausrichtung des Flugzeugs zur Landebahn oder der Sinkgeschwindigkeit
  • Verfehlen aller Fangseile auf einem Flugzeugträger

Durchstarten als Flugmanöver

Das Durchstarten an sich wird nicht als Zwischenfall gewertet (wohl aber möglicherweise die Gründe für das Durchstarten, zum Beispiel Fahrzeuge auf der Landebahn), sondern als ein möglicher Abschluss des Landeanfluges neben der erfolgreichen Landung. Dabei zählt das Durchstarten als Flugmanöver.

Insbesondere das Durchstarten kurz vor oder nach dem Aufsetzen wird von vielen Passagieren als drastisch empfunden und kann Flugangst begünstigen. Moderne Flugzeuge verfügen über automatische Systeme, die dem Piloten das Durchstartmanöver erleichtern, z.B. Autopilot.

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