Durchziehen

Nach DIN 8580 gehört Durchziehen zu dem Umformverfahren Zugdruckumformen.

Häufigste Anwendung dieses Verfahrens ist der Drahtzug. Dabei wird der Drahtausgangsdurchmesser durch eine Ziehdüse, Ziehhol oder Ziehstein genannt, auf den reduzierten Drahtenddurchmesser gebracht. Die zum Umformen benötigte Kraft, wird durch eine Zugkraft, die am auslaufenden Ende des Drahtes angreift, eingeleitet. Die Querschnittabnahme (der Durchmesser des Ziehsteins) muss so bemessen sein, dass die Zugfestigkeit beziehungsweise die Streckgrenze des gezogenes Erzeugnisses durch die Ziehkraft nicht überschritten wird. Deshalb erfolgt der Ziehvorgang in der Regel in mehreren Schritten. Beim Kaltziehen kann zwischen den Schritten ein Weichglühen erforderlich sein.

Beim Werkzeuglosen Drahtziehen entfällt das Ziehhol.

In der Umgangssprache versteht man unter durchziehen auch das Rauchen eines Joints.

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