Ebersberg

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen finden sich unter Ebersberg (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Ebersberg
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Ebersberg hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Ebersberg
Koordinaten: 48° 5′ N, 11° 58′ O
Höhe: 558 m ü. NN
Fläche: 40,84 km²
Einwohner: 11.116 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 272 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85560
Vorwahl: 08092
Kfz-Kennzeichen: EBE
Gemeindeschlüssel: 09 1 75 115
Adresse der Stadtverwaltung: Marienplatz 1
85560 Ebersberg
Webpräsenz:
Bürgermeister: Walter Brilmayer (CSU)
Ortszentrum
Ortszentrum

Ebersberg ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Oberbayern. Der nördlich von Ebersberg liegende Ebersberger Forst ist eines der größten zusammenhängenden Waldstücke Deutschlands.

Die nächsten Orte sind Grafing bei München, Kirchseeon und Steinhöring. Die bayerische Landeshauptstadt München ist 32 km entfernt und per S-Bahn (S4) erreichbar. Rosenheim und Wasserburg am Inn sind etwa gleich weit entfernt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Geschichte Ebersbergs ist eng mit dem 934 von den Grafen von Sempt gegründeten Benediktiner-Kloster Ebersberg verbunden. Seit dem 14. Jahrhundert übte in Ebersberg die Klosterhofmark die niedere Gerichtsbarkeit aus. 1595 wurde das Benediktinerkloster von Papst Clemens VIII. aufgehoben und die Anlage dem Jesuitenorden übergeben, 1773 übernahmen die Malteserritter die Gebäude. Bei der endgültigen Auflösung des Klosters 1808 gingen die Gebäude teils in staatlichen, teils in privaten Besitz über.

1954 wurde Ebersberg zur Stadt erhoben und 1972 an die S-Bahn nach München angeschlossen. Die früher selbstständige Gemeinde Oberndorf wurde nach Ebersberg eingemeindet.

Ebersberg ist die einzige deutsche Stadt, die eine Straße (Valtortagasse) nach einer Kaberettgruppe, der aus Ebersberg stammenden Gruppo di Valtorta benannte. Die zentrale Eberberger Kultureinrichtung, das Alte Kino Ebersberg wird heute von einem Trägerverein betrieben der seine Wurzeln in eben dieser mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichneten Gruppe hat.

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: In Gold auf grünem Dreiberg am rechten Schildrand aufsteigend ein schwarzer Eber.

Auf der Website der Stadt gibt es eine kurze Zusammenfassung der Geschichte (Siehe [1]).

Sehenswertes

  • Wallfahrtskirche St. Sebastian: Westteil von 1230, Langhaus und Chor stammen aus dem 15. Jh. 1770 bis 1783 wurde die Kirche im Stil des Rokoko umgestaltet. Das Stifterhochgrab aus rotem Salzburger Marmor am Eingang zum Mittelschiff von 1500 stammt aus der Hand von Wolfgang Leb. Weiter erwähnenswert die Sebastianskapelle mit barocken Stukkaturen und das Kopfreliquiar des Heiligen Sebastians von 1450.
  • Rathaus: das heutige Rathaus am Marienplatz befindet sich in der einstigen Klostertaverne
  • Die Weiherkette mit dem Egglburger See ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Persönlichkeiten

In Ebersberg wurden geboren:

Ebersberg war außerdem die Heimatstadt von Josef Wintrich, dem zweiten Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts.

Ehrenbürger

  • Martin Guggetzer (1872-1950), kath. Pfarrer, wurde 1946 geehrt
  • Manfred Bergmeister (* 1927), Kunstschmied und Gründungsmitglied der Akademie Handwerk München, Träger des Bundesverdienstkreuzes und des Bayerischen Verdienstordens, geehrt 1997

Literatur

  • Rainer Beck: Ebersberg oder das Ende der Wildnis. Eine Landschaftsgeschichte. München, C. H. Beck, 2003.

Siehe auch

Grafen von Ebersberg | Williram von Ebersberg | Kloster Ebersberg

Weblinks

Quelle:
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