Ech Cheliff (auch Ech-Cheliff, El-Asnam, El Asnam, früher frz. Orléansville; arabisch: الشلف) ist eine Stadt im Norden Algeriens mit etwa 235.000 (2005) Einwohnern. Sie liegt in der Provinz Chlef, deren Hauptstadt sie ist.
Die Universitätsstadt bildet das Zentrum einer reichen Region, in der intensiv Landwirtschaft betrieben wird.
Die Römer gründeten sie als Siedlung namens Castellum Tingitanum. 1843 entdeckten die Franzosen sie und machten sie zu einem militärischen Außenposten namens Orléansville. Ein Erdbeben zerstörte die Stadt 1954. Zehn Jahre später, 1964, wurde sie im Zuge der Unabhängigkeit Algeriens in El Asnam umbenannt. Etwa 5.000 Menschen starben 1980 bei einem erneuten Erdbeben mit der Stärke 7.3 auf der Richterskala. Ein Jahr danach benannte man die Stadt um in Ech Cheliff, um die Assoziation mit der Naturkatastrophe zu vermeiden. Es starben beim Erdbeben 1980 20 000 Menschen; jedenfalls behaupten dies mehrere Internetquellen, z. B. http://www.geographixx.de/naturkatastrophen/liste.asp?land=Algerien