Eifelgau

Der Eifelgau ist ein ehemaliger fränkischer Gau im Gebiet der heutigen Nordwesteifel.

Der Eifelgau befand sich in den Quellgebieten der Erft, Urft, Kyll und Ahr, also vorwiegend in den nördlichen und nordwestlichen Ausläufern des Mittelgebirges.

Große Teile der heutigen Eifel gehörten noch nicht zum Oberbegriff „Eifel“. Julius Caesar nannte in seinen Berichten über den gallischen Krieg (58-51 v. Chr.) den gesamten Gebirgszug zwischen Rhein, Maas und MoselArduenna silva“ (Hochwald).

Die Franken übernahmen den Begriff Ardennen für den Gebirgszug und teilten ihr Reich in Gaue ein. Ab ca. 1026 haben die Gaue politisch kaum noch Bedeutung.

Im Laufe der Jahrhunderte breitete sich vom Eifelgau der Name Eifel auf ein immer größeres Gebiet aus. Mittlerweile nennt man den deutschen Teil des Gebirgzuges "Eifel", während Belgien, Frankreich und Luxemburg den Gebirgszug jenseits der Grenze "Ardennen" nennen.

Inhaltsverzeichnis

Gaugrafen

  • Albuin († nach 898), Graf vom Eifelgau
  • Erenfried († um 969), Graf vom Eifelgau
  • Hermann († 996), Graf im Eifelgau
  • Ezzo († 1064), Graf im Eifelgau
  • Heinrich († um 1061), Graf im Zülpich-Eifelgau
  • Theoderich († um 1086), Graf im Zülpich-Eifelgau

Orte im Eifelgau

Ahrdorf, Antweiler, Aremberg, Arloff, Baasem, Münstereifel, Barweiler, Betteldorf, Bewingen, Dahlem, Frohngau, Gilsdorf, Hillesheim, Iversheim, Kerpen, Kesseling, Lammersdorf, Lessenich, Leudersdorf, Lindweiler, Lommersdorf, Müsch, Nohn, Oberbettingen, Reifferscheid, Ripsdorf, Satzvey, Schmidtheim, Steffeln, Tondorf, Üxheim, Wiesbaum

Gaue in Eifel/Ardennen

Literatur

  • Eifelverein: Die Eifel 1888-1988, S.33ff., ISBN 3-921805-17-1
  • Gerhardt Kentenich, Zur Stadt- und Gauverfassung im frühen Mittelalter, in Rheinische Vierteljahresblätter, 1932
Quellenangaben
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