Die Einhardsbasilika in Steinbach, einem Ortsteil von Michelstadt im hessischen Odenwald, ist ein Kirchenbau aus dem 9. Jahrhundert.
Die gut erhaltene Basilika gilt als außergewöhnliches und in ihrer Art einzigartiges Beispiel für karolingische Baukunst in Deutschland. Ihr Name bezieht sich auf ihren Erbauer Einhard, den Ratgeber Karls des Großen und Ludwigs des Frommen. Dieser schenkte Einhard im Jahr 815 Michelstadt. Bis zu seiner Übersiedlung nach Seligenstadt im Jahr 830 hielt sich Einhard dort häufiger auf und ließ die Basilika errichten. Heute liegt die Basilika abseits von den Touristenströmen beim Schloss der Grafen zu Erbach-Fürstenau in Michelstadt-Steinbach, die sich eher im benachbarten Michelstadt aufhalten und kann daher als kaum besuchter Geheimtipp für Kulturinteressierte gelten.
Als erster hat Georg Schäfer aus Darmstadt die Reste der Einhardsbasilika wissenschaftlich beschrieben in Lützows Zeitschrift für bildende Kunst. Er wies auch die Identität der bis dahin für romanisch angesehenen Steinbacher Kirchenruine und der von Einhard um 814 begonnenen, seither als vom Erdboden verschwunden geglaubten, Basilika im Odenwald nach.