Eisenerze sind Gemenge aus chemischen Verbindungen des Eisens mit nicht eisenhaltigen Gesteinen (die so genannte Gangart oder „taubes“ Gestein). Die chemischen Verbindungen des Eisens im Eisenerz sind im Wesentlichen Eisenoxide, das heißt chemische Verbindungen des Eisens mit Sauerstoff, oder Eisencarbonate. In geringen Mengen werden auch Eisenerze verhüttet, in denen das Eisen mit Schwefel (Pyrit) oder einigen anderen Elementen verbunden ist.
Die wichtigsten Eisenerze sind Magnetit (bis 72 % Eisengehalt), Hämatit (bis 70 % Eisengehalt) und Siderit (bis 48 % Eisengehalt).
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Erzlagerstätten sind häufig magmatischen Ursprungs. In geologisch aktiven Gebieten dringt Magma mit einem hohen Anteil an wertvollen Metallen in die Erdkruste ein. Bei der Abkühlung des Magmas kommt es zur Auskristallisation der Minerale und zur Entstehung von Erzlagerstätten.
Eisenreiche Schmelzgesteine werden entweder umgelagert oder aber aufgelöst und anderenorts wieder ausgeschieden, zum Beispiel an Schwarzen Rauchern.
Bakterien verwerten Eisenmineralien und scheiden sie wieder aus. Dabei kommt es zur Entstehung von Bändererzen.
So entstehen Schichten unterschiedlicher Färbung, daher der Name.
Raseneisenerze sind die ältesten Eisenquellen des Menschen, abgesehen von den sehr seltenen Eisenmeteoriten, sie sind am leichtesten abbaubar. Nahe der Oberfläche fällt das Eisen im Boden aus eisenhaltigen Lösungen aus und reichert sich an. Bilden sich dabei Nuggets, so spricht man von Bohnerzen.
Im Amazonasurwald Brasiliens, in der Serra dos Carajás, befindet sich die größte Eisenerzlagerstätte der Welt mit geschätzten 17 Milliarden Tonnen Bänder-Eisenerz, das in einem riesigen Tagebau gewonnen wird.
Die drei bedeutendsten Förderländer für Eisenerz sind Brasilien, Australien und China, weitere Vorräte befinden sich u. a. in Russland, Indien, Ukraine und den USA (siehe Tabelle).
| Rang | Land | Fördermengen (in Mio. t) |
Rang | Land | Fördermengen (in Mio. t) |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Brasilien | 196,3 | 11 | Venezuela | 19 |
| 2 | Australien | 181,2 | 12 | Kasachstan | 14,1 |
| 3 | China | 109,4 | 13 | Mexiko | 11,5 |
| 4 | Russische Föd. | 82,5 | 14 | Mauretanien | 10,3 |
| 5 | Indien | 79,1 | 15 | Iran | 9 |
| 6 | Ukraine | 54,7 | 16 | Chile | 8 |
| 7 | USA | 46,2 | 17 | Türkei | 5,8 |
| 8 | Südafrika | 34,3 | 18 | Peru | 4,8 |
| 9 | Kanada | 30,1 | 19 | Ägypten | 2,5 |
| 10 | Schweden | 19,5 | 20 | Neuseeland | 1,6 |
| Quelle: Handelsblatt - Die Welt in Zahlen (2005) | |||||
Nach der Förderung werden die Eisenerze in der ersten Stufe der Verarbeitung bereits an den Fundorten von dem größten Teil der Gangart getrennt. Dadurch werden die Kosten für den Transport und die Weiterverarbeitung erheblich gesenkt.
Die Aufbereitung des Eisenerzes erfolgt zunächst über Brecher in mehreren Stufen. Dabei kommen Kegelbrecher oder Backenbrecher zum Einsatz. Wenn die Körnung nach den Brechern gering genug ist, wird im weiteren Prozeßschritt das Eisenerz gemahlen. Hier werden üblicherweise Kugelmühlen eingesetzt. Hinzu kommt Wasser in dieser Prozeßstufe, damit das Mahlgut fließfähig ist und Staub gebunden wird. Das fertig vermahlene Gut wird dann durch Flotation über Magnetabscheider in Gangart und Eisenerz getrennt und zu Eisenerzpellets verarbeitet.
Im Hochofen-Prozess wird dem Eisenoxid durch chemische Reaktion mit Kohlenstoff und Kohlenmonoxid der Sauerstoff entzogen. Man nennt diese Art von Reaktion Redoxreaktion.
Dabei werden auch andere Oxide, zum Beispiel Mangandioxid und Siliziumdioxid, reduziert. Ferner nimmt das Eisen Kohlenstoff auf. Darum entsteht im Hochofenprozess kein reines, sondern Roheisen, das Kohlenstoff, Silizium, Mangan, Phosphor und Schwefel enthält.
| Wiktionary: Eisenerz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |