| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Oder-Spree | |
| Koordinaten: | 52° 9′ N, 14° 40′ O | |
| Höhe: | 42 m ü. NN | |
| Fläche: | 63,40 km² | |
| Einwohner: | 33.914 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 535 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 15890 | |
| Vorwahl: | 03364 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LOS, (alt EH) | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 67 120 | |
| Stadtgliederung: | 4 Ortsteile bzw. Stadtbezirke | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Zentraler Platz 1 15890 Eisenhüttenstadt |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Rainer Werner (SPD) | |
| Lage der Stadt Eisenhüttenstadt im Landkreis Oder-Spree | ||
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Eisenhüttenstadt ist eine amtsfreie Stadt an der Oder, unmittelbar an der polnischen Grenze. Sie gehört zum Landkreis Oder-Spree und war bis 1993 kreisfreie Stadt.
Inhaltsverzeichnis |
Eisenhüttenstadt liegt auf einer Talsandterrasse des Warschau-Berliner Urstromtales. Im Süden ist es vom Hügelland einer Endmoräne, den Diehloer Bergen, begrenzt. In Eisenhüttenstadt mündet der Oder-Spree-Kanal in die Oder.
Die Stadt liegt etwa 25 km südlich von Frankfurt (Oder), 25 km nördlich von Guben und 110 km von Berlin entfernt.
Bereits nach 1251 wurde auf dem heutigen Stadtgebiet im Rahmen der Territorialpolitik des meißnischen Markgrafen Heinrichs des Erlauchten die Stadt Fürstenberg (Oder) im Verband der Niederlausitz gegründet. 1286 ist sie als Civitas und Zollstätte bezeugt. Im 14. Jahrhundert veranlasste Kaiser Karl IV. den Bau einer Stadtmauer. Von 1316 bis 1817 stand die Grundherrschaft mit geringen Unterbrechungen dem Kloster Neuzelle zu. Der in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts gebildete Rat hatte die Niedergerichte inne, gemeinsam mit dem Abt von Neuzelle auch die Obergerichte.
1635 kam Fürstenberg (Oder) mit der Niederlausitz zum Kurfürstentum Sachsen, 1815 fiel es an Preußen. Das abseits der Fernstraße Frankfurt (Oder) - Guben an einer wenig bedeutenden Oderfähre gelegene, aber als Zollstätte wichtige Städtchen, in dem auch Fischerei und Schifffahrt betrieben wurden, hatte 1830 eine Einwohnerzahl von 1.686. Mit dem Bau der Bahn von Frankfurt (Oder) nach Breslau 1846 und im Anschluss an den hier in die Oder mündenden Oder-Spree-Kanal (1891) begann eine industrielle Entwicklung mit Glashütten, Werften, Säge-, Öl- und Getreidemühlen. Zwischen 1871 und 1900 verdoppelte sich die Bevölkerungszahl auf 5.700, bis 1933 stieg sie auf 7.054. Im Jahre 1925 wurde ein Oderhafen angelegt.
Für die Kriegsvorbereitungen entstand ein unterirdisches Chemiewerk, in dem während des Zweiten Weltkrieges Häftlinge eines Außenlagers des KZ Sachsenhausen und Kriegsgefangene Zwangsarbeit verrichteten, bei der Tausende ums Leben kamen. Am 24. April 1945 besetzten sowjetische Truppen die Stadt. Vorübergehend war Fürstenberg (Oder) Garnisonsstadt der Roten Armee.
Auf dem III. Parteitag der SED vom 20. bis 24. Juli 1950 wurde der Beschluss zum Bau des Eisenhüttenkombinats Ost (EKO) und einer sozialistischen Wohnstadt bei Fürstenberg (Oder) gefasst.
Eisenhüttenstadt gilt somit als die erste sozialistische Stadt der DDR und ist als reine „Planstadt“ entstanden.
Am 18. August 1950 erfolgte der symbolische erste Axthieb zum Baubeginn des Eisenhüttenkombinats. Am 1. Januar 1951 legte Minister Fritz Selbmann den Grundstein für den ersten Hochofen, der am 19. September 1951 den Betrieb aufnahm. Bis 1955 entstanden fünf weitere Hochöfen. Am 1. Februar 1953 löste man die Wohnstadt als selbständigen Stadtkreis aus dem Kreis Fürstenberg heraus und benannte sie am 7. Mai 1953 in Stalinstadt um. Ende des Jahres 1953 hatte die Stadt 2.400 Einwohner, im Jahre 1960 bereits 24.372. Fürstenberg (Oder) wurde 1952 Kreisstadt und hatte 1960 eine Einwohnerzahl von 6.749.
Am 13. November 1961 wurden die Städte Fürstenberg (Oder) (mit dem Ortsteil Schönfließ) und Stalinstadt zu Eisenhüttenstadt zusammengeschlossen, um im Rahmen der Entstalinisierung den unerwünscht gewordenen Namen zu tilgen. Dabei wurde die Stadt Fürstenberg (Oder) aus dem Landkreis Fürstenberg herausgelöst und der bereits unter dem Namen Stalinstadt bestehenden kreisfreien Stadt zugeschlagen. Eisenhüttenstadt war dann bis zur Bildung des Landkreises Oder-Spree sowohl kreisfreie Stadt als auch Kreisstadt des Kreises Eisenhüttenstadt.
Mit dem Ausbau des Hüttenwerks stieg die Einwohnerzahl bis 1988 auf den historischen Höchststand von über 53.000. Im Jahre 1993 erfolgte die Eingemeindung des Ortes Diehlo. 1996 wurde die Neue Deichbrücke über den Oder-Spree-Kanal wiederaufgebaut. Mit dem Strukturwandel nach der Wiedervereinigung ist die Einwohnerzahl wieder auf etwa 35.000 gefallen, mit weiter fallender Tendenz. Um den Schrumpfungsprozess zu beherrschen, wurde inzwischen ein Stadtumbauprogramm begonnen, das unter anderem den Abriss von 4.500 Wohnungen bis zum Jahre 2010 und der Sanierung von 3.500 bis 4.000 Wohnungen bis zum Jahre 2015 vorsieht.
Die Gemeinde Diehlo wurde im Jahr 1993 Ortsteil von Eisenhüttenstadt.
Es folgt eine Übersicht mit den Einwohnerzahlen von Eisenhüttenstadt (bis 1961 Stalinstadt) nach dem jeweiligen Gebietsstand (jeweils 31. Dezember). Dabei handelt es sich um amtliche Fortschreibungen der Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik (bis 1989) und des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg (ab 1990).
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Der Rat der Stadt Eisenhüttenstadt besteht aus 36 Ratsfrauen und Ratsherren.
| Die Linke | CDU | SPD | BVFO | FDP | Republikaner | Gesamt | |
| 2003 | 13 | 8 | 6 | 5 | 2 | 2 | 36 |
(Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003)
Bürgermeister von Eisenhüttenstadt:
Eisenhüttenstadt führt seit 1973 ein Wappen, das von Johannes Hansky (1925-2004) entworfen wurde.
Im Vordergrund werden ein rotes Hochhaus und daneben ein roter Hochofen dargestellt, die das metallurgische Zentrum symbolisieren. Darüber schwebt stilisiert eine Friedenstaube. Im Schildfuß symbolisieren drei blaue Wellen die Lage an der Oder.
Große der Teile der Stadt stehen auf Grund ihrer Architektur unter Denkmalschutz und sind, sofern restauriert, sehenswert.
Am 18. August 1950 gab der Minister für Industrie der DDR, Fritz Selbmann, mit den ersten Axtschlägen zum Fällen einer Kiefer den Start frei für den Bau des Eisenhüttenkombinats Ost (EKO).
Die Wirtschaft in Eisenhüttenstadt wird von der Arcelor Eisenhüttenstadt GmbH dominiert. Arcelor Eisenhüttenstadt ist ein integriertes Hüttenwerk und gehört zu Arcelor Mittal, einem der weltweit größten Stahlkonzerne. Das aus dem VEB Eisenhüttenkombinat Ost bzw. der EKO Stahl GmbH hervorgegangene Unternehmen ist gegenwärtig das größte in Brandenburg.
Die Bahnlinie Frankfurt (Oder)–Cottbus verläuft durch Eisenhüttenstadt. Über sie ist die Stadt durch den stündlich verkehrenden Regionalexpress (RE 1) mit Berlin und Magdeburg verbunden.
Die nächste Autobahn ist die A 12 mit der Auffahrt in Frankfurt (Oder). In der Stadt beginnt die Bundesstraße 246 und sie wird von der B 112 durchquert, die gegenwärtig zur Oder-Lausitz-Straße ausgebaut wird.
Obwohl die Stadt unmittelbar an der polnischen Grenze liegt, befindet sich kein Grenzübergang in unmittelbarer Nähe. Die Brücke über die Oder wurde 1945 gesprengt und bisher nicht wieder aufgebaut. Die nächsten Übergänge nach Polen befinden sich in Frankfurt (Oder) und Guben. Seit 2003 befindet sich eine Brücke über die Oder nördlich von Eisenhüttenstadt in Planung. Mit ihrer Fertigstellung wird im Jahr 2008 gerechnet.
Der nächstgelegene Flughafen ist Berlin Schönefeld. Ein Verkehrslandeplatz liegt am Nordwestrand der Stadt im zur Gemeinde Siehdichum gehörenden Pohlitz.
Eisenhüttenstadt liegt an einer Bundeswasserstraße der Ausbauklasse III, der Oder-Spree-Kanal mündet hier in die Oder. Auf dem Wasserweg sind die Küsten der Nord- und Ostsee sowie viele europäische Metropolen und Wassersportvereine zu erreichen. Die Stadt verfügt über mehrere Binnenhäfen mit Bahnanschluss und Straßenanbindung.
(unter anderem)
Der etwas sperrige Name der Stadt hat immer schon dazu animiert, griffigere Bezeichnungen zu kreieren. In der Umgangssprache wird die Stadt oft verkürzt mit „Hüttenstadt“ oder „Hütte“ bezeichnet. Um die etwas bevorzugte Behandlung der Stadt zu karikieren, wurde die Stadt von der (nicht in Eisenhüttenstadt lebenden) Bevölkerung auch als Schrottgorod bezeichnet. Schrott verballhornt darin das Eisen als ein zur Wiederverwertung anstehendes Material, die Endung -gorod bezieht sich als russisches Wort für Stadt auf die unterstellte Nähe zum sozialistischen Staat, dessen Hegemon die Sowjetunion war.
Bekannt ist auch die Bezeichnung als „Blechbudencity“, welche den Zusammenhang von Stadt und Werk verdeutlicht.
Vermutlich seines sperrigen Namens wegen, der zahllose Assoziationen weckt und eines gewissen Rhythmus' nicht entbehrt, existieren verschiedene Musiktitel mit dem Namen der Stadt:
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