Elektrizitätswerk

„Städtisches Electricitätswerk“ in Ilmenau (erbaut 1899)
„Städtisches Electricitätswerk“ in Ilmenau (erbaut 1899)

Das Elektrizitätswerk ist eine historische Bezeichnung für ein Kraftwerk. Dabei umschließt der Begriff nicht nur den industriellen Standort ein, sondern bezeichnet das gesamte Unternehmen, das sich mit der Erzeugung, der Verteilung und der Abrechnung des Stromes befasst. Elektrizitätswerke waren oft kommunale Betriebe, die im Laufe der Zeit mit Gaswerken, Wasserwerken und Straßenbahnunternehmen zu Stadtwerken verschmolzen. Das erste deutsche Elektrizitätswerk wurde 1885 in Berlin in Betrieb genommen, gefolgt vom Elektrizitätswerk der Stadt Dessau im Jahr 1886. In den Folgejahren entstanden eine vielzahl an E-Werken, die bis zur Jahrhundertwende ganz Deutschland abdeckten.

In den Namen mancher Energieversorger sind diese geschichtlichen Wurzeln noch sichtbar, wie z.B. bei

  • dem Rheinisch-Westfälischem Elektrizitätswerk (RWE)
  • dem Gruppen-Gas- und Elektrizitätswerk Bergstraße (GGEW)
  • der Paderborner Elektrizitätswerke und Straßenbahn AG (PESAG)

sowie den mittlerweile unter Vattenfall Europe firmierenden

  • Berliner Elektrizitätswerken AG (BEWAG) und
  • Hamburgischen Elektricitäts-Werken (HEW).

Ein anderer früher gebrauchter Begriff für Elektrizitätswerke, die mehrere Orte versorgten, ist Überlandzentrale.

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