Als Elektronische Kampfführung, (Kurzform EloKa, engl. Electronic Warfare (EW), in der Schweizer Armee EKF) werden militärische Maßnahmen bezeichnet, die das elektromagnetische Spektrum ausnutzen, um z.B. elektromagnetische Ausstrahlungen zu suchen, diese aufzufassen und zu identifizieren, oder elektromagnetische Ausstrahlungen zu verwenden, um einem Gegner dessen Nutzung des elektromagnetischen Spektrums zu verwehren oder ihn zu täuschen und damit zugleich die Nutzung durch eigene Kräfte zu gewährleisten.
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Die strategische Bedeutung ist als sehr hoch einzuschätzen. Die Maßnahmen richten sich gegen die sogenannte C3I (Command, Control, Communications and Intelligence) Infrastruktur, ohne die ein moderner Krieg nicht führbar ist.
Die Maßnahmen der EloKa werden unterschieden in:
Elektronische Gegenmaßnahmen und aktive Elektronische Schutzmaßnahmen können durch die Gegenseite durch ihre Ausstrahlung erkannt werden. Elektronische Unterstützungsmaßnahmen jedoch können zur Anwendung kommen, ohne daß ein Gegner diese bemerkt. Die strategische Ergänzung - Signalerfassende Aufklärung (engl. Signal Intelligence (SIGINT besteht aus ELINT, als Electronic Intelligence sowie COMINT, für Communications Intelligence)) - wird von den meisten gut gerüsteten Nationen betrieben, um Informationen über elektronisches Gerät und Verfahren, sowie Absichten eines potentiellen Gegners zu erhalten.
In der Zukunft wird auch der Bereich der Optronik zu den Aufgaben der Fernmeldetruppe EloKa gehören. Dies umfasst zum Beispiel die 3D-Laser-Darstellung (Target Designation) von Zielen, die vor allem in den USA voran geschritten ist. Die 3-D Darstellung (Target Designation) wird beispielsweise dazu benutzt, scheinbare Ziele zu projizieren und damit feindlicher Sensorik falsche Ziele oder Ziele in falscher Menge vorzugeben. Gegnerische Aufklärung und Waffenwirkung können dadurch reduziert werden.
Ebenso wird umgekehrt an der Aufklärung von Laser-Signalen gearbeitet.
Die Fernmeldetruppe EloKa der Bundeswehr als Instrument der Elektronischen Kampfführung ist in der Streitkräftebasis zusammengefasst. Dort führt das Kommando Strategische Aufklärung drei Fernmeldebereiche, die je ein EloKa Bataillon (mobil) und einen Fernmeldeaufklärungsabschnitt (stationär) führen. Im Heer gibt es keine autonom einsetzbaren EloKa-Kräfte mehr. Die der Marine unterstehenden Aufklärungsschiffe (Flottendienstboote) werden ebenfalls vom Kommando Strategische Aufklärung eingesetzt. Außerdem verfügen die Kampfschiffe der Marine über autonome EloKa-Systeme (FL1800 II, Octopus, DR2000, Sarie).