Die Englische Schecke ist ein kleine (2,50 bis 3,25 kg) Kaninchenrasse.
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Die Englische Schecke gehört wie die Deutsche Riesenschecke, die Rheinische Schecken und die Klein- oder Tschechische Schecke zu den Punktscheckenrassen, zeigt aber ein anderes Zeichnungsbild als diese. Die Kopfzeichnung gleicht der der anderen Punktscheckenrassen, sie umfasst die Schnauzenzeichnung (den so genannten Schmetterling), die schmale, aber gleichmäßig breite Augeneinfassung, die beidseitigen Backenpunkte und die möglichst scharf abgegrenzte Ohrenzeichnung. Der Schmetterling sitzt auf der Nasenkuppe und fasst mit seinen Flügeln die Schnauze bis über die Mundwinkel. Der Unterkiefer soll möglichst weiß sein. Zur Rumpfzeichnung gehört den Aalstrich, der, unmittelbar hinter den Ohren beginnend, möglichst schmal wie ein Pinselstrich auf dem Rückgrat entlang bis zur Blumenspitze verläuft. Die so genannte Kettenzeichnung beginnt ebenfalls unmittelbar hinter den Ohrwurzeln. Sie verläuft in Form feiner Punkte doppelreihig schräg oder leicht gewölbt bis zu den Schenkeln und stellt dort den Übergang zur Seitenzeichnung dar. Die möglichst erbsengroßen Seitenflecken bedecken die Schenkelpartie. Wie die anderen Punktschecken auch, ist die Englische Schecke spalterbig. Verpaarung typgerechter Tiere untereinander führt zu 25 % einfarbigen Tieren, 50 % Typschecken und 25 % so genannter Hellschecken. Die meist nicht lebensfähigen Hellschecken zeigen nur einen unvollständigen Aalstrich und keine Seitenzeichnung. Hervorgerufen wird dieser Erbgang durch den Faktor für Punktscheckung (Deutsches Symbol k/K, englisch en/En], der mit einem so genannten Lethalfaktor verknüpft ist, der dazu führt, dass Hellschecken eine deutlich verminderte Lebensfähigkeit aufweisen. Die Englische Schecke ist in den Farbschlägen schwarz, blau, thüringerfarbig und dreifarbig anerkannt.
Die entsprechenden Erbformeln lauten:
Kaninchen mit Scheckenzeichnung sind bereits seit langer Zeit bekannt, so zitiert Sandford eine Schrift von J. Rogers aus dem Jahre 1849:
Übersetzung:
Nach Dorn sollen die ersten Scheckenkaninchen grau-weiß gewesen sein, der graue Farbenschlag ist auch heute noch in England zugelassen. 1887 zeigte A. Towsend in Leeds schwarzweiße englische Schecken, im gleichen Jahr wurde auch die madagaskar (Thüringer (Kaninchen) Thüringer)-Farbe bekannt. Der erste Spezialclub für diese Rasse wurde am 28.01.1891 in Liverpool, die erste Spezialschau, bei der bereits mehrere Farbschläge gezeigt wurden, fand 1892 in Mytholmroyd statt. Franke zitiert Luke Shaw und dessen Schrift " The English Rabbit", nach der die Englische Schecke aus gewöhnlichen grau-weißen Landkaninchen hervorgegangen sind. Der erste Export Englischer Schecken nach Deutschland erfolgte um 1900 durch Fendwyk aus Grimsby. Der erste deutsche Standard wurde 1902 von Hans Ott aus Bamberg und Leon Coutain aus Gmünden veröffentlicht. Der damalige Standard verlangte ein Tier mit deutlich größeren Flecken, die die Seiten deutlich mehr bedeckten, als das bei den heutigen Tieren der Fall ist. Die Größe der Tiere lag mit 4.5 kg im Größenrahmen der heutigen mittelgroßen Rassen. Heute ist die Englische Rasse eine Rasse, die einen gewissen Rückgang zeigt, so wurden auf der Bundesschau 2003 264 Tiere in vier Farbenschlägen gezeigt, gegenüber 498 Tieren bei der Bundesschau 1995.
Insbesondere in der Kopfzeichnung stimmt die Englische Schecke mit den anderen Punktscheckenrassen überein, sie unterscheidet sich von diesen deutlich in der Seitenzeichnung.
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