| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Odenwaldkreis | |
| Koordinaten: | 49° 40′ N, 9° 0′ O | |
| Höhe: | 250 m ü. NN | |
| Fläche: | 62,67 km² | |
| Einwohner: | 13.608 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 217 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 64711 (alt: 6120) | |
| Vorwahl: | 06062 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ERB | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 37 006 | |
| Stadtgliederung: | 12 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Neckarstraße 3 64711 Erbach |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Harald Buschmann (CDU) | |
Erbach ist die Kreisstadt des Odenwaldkreises in Hessen.
Zum 1. Januar 2009 möchte Erbach mit der unmittelbar nördlich angrenzenden Stadt Michelstadt fusionieren. Die Stadtparlamente beider Städte haben der Fusion am 5. Juli 2007 zugestimmt. Ein entsprechendes Landesgesetz muss allerdings noch verabschiedet werden. Der Name der Doppelstadt soll voraussichtlich Erbach-Michelstadt lauten.
Inhaltsverzeichnis |
Erbach liegt in 200 bis 560 Meter Höhe im Odenwald im Tal der Mümling.
Erbach grenzt im Norden an die Stadt Michelstadt (Odenwaldkreis), im Osten an den Markt Kirchzell (Landkreis Miltenberg in Bayern), im Süden an die Gemeinde Hesseneck und die Stadt Beerfelden sowie im Westen an die Gemeinde Mossautal (alle drei im Odenwaldkreis).
Seit den Eingemeindungen im Rahmen der Gebietsreform von 1972 besteht die Kreisstadt Erbach aus 12 Stadtteilen:
| Stadtteil | Fläche | Einwohner | Ortsvorsteher(in) | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|
| Bullau | 9,98 km² | 410 | Inge Maleikat-Kredel | mit dem Weiler Eutergund |
| Dorf-Erbach | 4,08 km² | 1.610 | Ursula Barnack (CDU) | mit dem Weiler Habermannskreuz |
| Ebersberg | 3,59 km² | 250 | Lothar Weihrauch | |
| Elsbach | 3,01 km² | 120 | Ernst-Wilhelm Kredel | |
| Erbach | 10,89 km² | 8.410 | Harald Buschmann (CDU) | mit dem Weiler Roßbach |
| Erbuch | 130 | |||
| Erlenbach | 4,28 km² | 900 | ||
| Ernsbach | 110 | |||
| Günterfürst | 4,08 km² | 760 | Ulrich Brunner (SPD) | |
| Haisterbach | 5,88 km² | 420 | mit dem Weiler Marbach | |
| Lauerbach | 2,27 km² | 400 | ||
| Schönnen | 5,53 km² | 320 |
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 36,7 | 11 | 39,3 | 14 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 37,9 | 12 | 35,4 | 13 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 7,9 | 3 | 7,4 | 3 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 4,0 | 1 | – | – |
| ÜWG | Überparteiliche Wählergemeinschaft der Kreisstadt Erbach e.V. | 13,5 | 4 | 17,9 | 7 |
| Gesamt | 100,0 | 31 | 100,0 | 37 | |
| Wahlbeteiligung in % | 52,4 | 55,4 | |||
Bei der Wahl am 26. März 2006 wurde Harald Buschmann (CDU) mit 51,8 % der Stimmen als Bürgermeister im Amt bestätigt. Der parteilose Gegenkandidat Holger Wießmann erhielt 48,2 %.
Das Stadtwappen hat einen roten Grund und zeigt einen blauen Bach von links oben nach rechts unten fließend. In diesem Bach wiederum sind drei rote Sterne zu sehen. Die drei Sterne sind den zwei Weißen und einem roten der Grafen Erbach (bis 1806 Regenten des Odenwalds) nachempfunden.
Erbach besitzt vier Städtepartnerschaften in Europa. Dazu zählen:
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Landratsamt des Odenwaldkreises |
Fachwerkhäuser an der Mümling |
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Hinter der spätbarocken Fassade, die zum größten Teil aus Holz und Blech besteht, das nur steinfarben überstrichen ist, verbirgt sich das Rohmauer- und Fachwerk der alten gräflichen Burg. Wie nahezu alle deutschen Kleinfürstentümer und Grafschaften versuchten die Grafen zu Erbach-Erbach den Prunk des französischen Sonnenkönigs zu imitieren. Zum Schloss-Ensemble gehört auch die ebenfalls spätbarocke Orangerie mit dem Schlossgarten. Hier konnte eine Bürgerinitiative in den 1970er Jahren deren Abriss und den Bau eines Hotelhochhauses anstelle der Orangerie verhindern. Im Jahre 2005 kaufte die hessische Landesregierung unter dem Ministerpräsidenten Roland Koch den Grafen zu Erbach-Erbach das Schloss für 13 Millionen Euro ab. Das Grafenhaus behält eine Eigentumswohnung im Dachgeschoss, das Nutzungsrecht des Schlosses und das Jagdschloss Eulbach samt seiner Parkanlagen. Das am 18. Juli 2005 von seinem Sockel gestürzte und dabei zerbrochene Denkmal Franz des I. – letzter regierender Graf - auf dem Schlossplatz wurde mit Unterstützung zweier Darmstädter Künstlerinnen und Erbacher Bürger instandgesetzt und wiederaufgerichtet. Finanziert wurde die Restauration durch Zuschüsse vom Landesamt für Denkmalpflege sowie mit Spendengeldern. In den Gräflichen Sammlungen Schloss Erbach hat sich fast unverändert die umfangreiche Antikensammlung des Altertumsliebhabers und Antikensammlers Grafen Franz I. zu Erbach-Erbach (1754-1823) erhalten.
Eine geologische Besonderheit ist das vollständige Versickern des Erdbachs innerhalb der Gemarkung Dorf-Erbachs. Der Erdbach tritt bei Stockeim wieder ans Tageslicht. Es gibt mehrere Stellen, an denen der Bach versickert.
Der Wiesenmarkt hieß ursprünglich bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts „Eulbacher Markt“ oder „Eulbacher Wiesen(Vieh-)markt“. Eulbach ist ein Stadtteil von der Nachbarstadt Michelstadt. Er war ein regional sehr bedeutender Vieh-, Pferde- und Bauernmarkt. Eulbach, benannt nach dem Tonvorkommen (Euler = Töpfer, die Wörter und Vorsilben Eul(e), Aul, Ahl, die Straßen- und Ortsbezeichnungen „Im Ahl“ weisen auf die örtlichen (ehemaligen) Tongruben und Werkstätten hin) und der dort frühkeltischen Ansiedlung. In deren unmittelbarer Nachbarschaft oder sogar direkt darüber befindet sich ein römisches Limes-Kastell.
Bis zum 30-jährigen Krieg war Eulbach eine kleine Handelszentrale: Hier kreuzten sich alte Handelswege, die sich vom schiffbaren Neckar über Beerfelden, vom ehemals hessischen Bad Wimpfen über den Krähberg auf den Höhenzügen des Odenwalds zum Main hin zogen, nach Miltenberg, Seligenstadt, Obernburg, ins Hanauische und vom Rheintal von Worms und Speyer her kommend die klassische Nibelungenstraße über Eulbach in Richtung Main-Franken nach Böhmen und nach Sachsen. Auf der übriggebliebenen „Wüstung“ ließen sich die Grafen zu Erbach-Erbach ihren Tiergarten und ihr Jagdschloss bauen. Der Vieh- und Bauernmarkt wurde erst zum Ende des 19. Jahrhunderts oder sogar erst im 20. Jahrhundert (?) von den Grafen von Eulbach nach Erbach verlegt. Bis um 1960 war der Vieh- und Pferdemarkt mit den begleitenden Pferderennen und anderen Pferdesportarten der Hauptbestandteil des „Eulbacher Marktes“. Das am Eingang des „Wiesenmarktes“ gelegene „Schützenhaus“ deutet jedoch darauf hin, dass der „Eulbacher Markt“ zumindest in Teilen bereits Mitte des 19. Jahrhunderts in Erbach stattgefunden haben muss: Hier trafen sich die demokratischen Revolutionäre 1848 und auf dem (heutigen Wiesenmarkt-) Gelände neben dem Schützenhaus fand 1848 die historische Odenwälder Volksversammlung unter der Leitung des Michelstädter Revolutionärs und Rechtsanwalts Ludwig Bogen statt.
Das Deutsche Elfenbeinmuseum Erbach besteht seit 1966 und ist einzigartig in Europa, stellt es doch fast ausschließlich Elfenbeinkunst aus. Auch kann man ortsansässige Schnitzer bei ihrer künstlerischen Arbeit beobachten.
Franz I., letzter Reichsgraf von Erbach (1754–1823), führte im Jahre 1783 die Elfenbeinschnitzerei ein. Von daher trägt auch die Stadt den Beinamen Elfenbeinstadt. Viele Künstler ließen sich daraufhin dort nieder und noch heute kann man ihre Werke und ihre Tätigkeit im ortsansässigen Elfenbeinmuseum (eröffnet 1966) bewundern. Da seit 1989 aus Tierschutzgründen der Handel mit Elfenbein weitgehend verboten wurde, werden heute vergleichbare Materialien wie zum Beispiel Tierhörner verwandt. Als Material sehr beliebt sind prähistorische Mammutstoßzähne, die immer wieder in Sibirien gefunden werden. Bis auf eine leicht andere Farbe sind sie den Elefantenstoßzähnen vergleichbar.
Erbach liegt an der B 45, B 47 und an der Odenwaldbahn (Frankfurt–Darmstadt/Hanau–Erbach–Eberbach).
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