| Dieser Artikel oder Abschnitt weist folgende inhaltlich problematische Lücken auf: Wie viele Artikel über Nutzpflanzen leidet der Artikel an einem eklatanten Mangel an grundlegenden botanischen Informationen. Die Beschreibung abseits der Frucht besteht aus 3 Sätzen, elementare Informationen über die Morphologie der Pflanze fehlen. Auch Infos zum ursprünglichen Verbreitungsgebiet, zur Systematik der Art (es gibt sechs Varietäten in zwei Unterarten), zu Ökologie, Sorten, Lebenszyklus, botanischer Geschichte fehlen komplett. Wenn durch den Redirect von Arachis der Artikel zugleich Gattungsartikel sein soll, versagt er dort sowieso komplett. Aber auch zum Wirtschaftsgut sind die Informationen nur vage, genaue Produktionszahlen z.B sind nicht zu finden. Auch zur Geschichte lassen sich sicherlich erheblich mehr Informationen finden. Ganz böse Sache: Quellen? Zumeist Fehlanzeige. Denis Barthel 00:24, 25. Feb. 2007 (CET)
Hilf Wikipedia, indem du die fehlenden Informationen recherchierst und einfügst! |
| Erdnuss | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Systematik | ||||||||||||
|
||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Arachis hypogaea | ||||||||||||
| L. |
Die Erdnuss (Arachis hypogaea), auch Aschanti-, Arachis- oder Kamerunnuss, ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae) aus der Neuen Welt und daher in der Schweiz Spanische Nuss genannt. Die Frucht der Erdnuss ist botanisch eine Hülse und keine Nuss im eigentlichen Sinne. Diese Verwechslung dürfte sich aus der Beschaffenheit der Samen erklären, insbesondere der Konsistenz, dem hohen Fettgehalt und dem vergleichsweise niedrigen Anteil an Stärke. Der englische Name der Erdnuss, peanut (zu deutsch „Erbsennuss“) deutet dagegen auf die biologische Zugehörigkeit zu den Hülsenfrüchtlern hin. Subtile Konsequenz hieraus ist der im Vergleich mit echten Nüssen geringe Anteil an Omega-3-Fettsäuren. Im Gegensatz zu den meisten anderen Hülsenfrüchten sind Erdnüsse allerdings roh genießbar. Das allergene Potenzial ist im Vergleich zu anderen Lebensmittelallergenen relativ hoch.
Inhaltsverzeichnis |
Ursprünglich in den Anden Südamerikas beheimatet, hat sich der Anbau der Erduss seit ihrer wachsenden Bedeutung als Ölfrucht über die ganzen Tropen und Subtropen ausgebreitet.
In Brasilien war die Erdnuss schon vor 2000 Jahren im Anbau und wurde von dort im Zuge des Sklavenhandels nach Afrika gebracht. Heute wird die Erdnuss weltweit in warmen Gebieten angebaut. Hauptanbaugebiete sind Westafrika, China, Indien, Nord- und Südamerika.
Die geernteten Feldfrüchte werden zunächst im Wassergehalt von 40% auf 5% bis 10% heruntergetrocknet. In warmen Ländern lässt man die Erdnüsse im Freien trocken, in gemäßigten Klimazonen werden sie mit künstlicher Wärmezufuhr getrocknet. Nach der Trocknung werden die Nüsse gedroschen oder gebrochen und gegebenenfalls noch entschalt. Erdnüsse werden, des besseren Geschmacks wegen meist geröstet und gesalzen.
Die Erdnuss ist eine bis zu 60 cm hohe, buschige Pflanze. Die Blütenstiele ("Fruchtstiele") wachsen nach der Selbstbestäubung der Blüte nach unten und bohren sich in den Boden ein, die Hülsen mit den Samen reifen unter der Erde. Die Samen sind oval, etwa 5 mm dick und knapp 1 cm lang.
Obwohl die Erdnuss zu den Leguminosen gehört, verhält sich ihre Frucht anders als die sich öffnenden Hülsen; sie bleibt geschlossen und gehört demnach morphologisch zu den Nüssen. Die Frucht besteht aus holzigem, netzrunzeligem, gelbem Perikarp, welches genauer als Mesokarp zu bezeichnen ist. Während der Fruchtentwicklung im Boden stirbt zuerst das Exokarp, später das Endokarp ab, welches zeitweilig zu einem Speichergewebe anschwillt, dann aber zu weißer, watteartiger Schicht komprimiert wird (die weiße Auskleidung der Erdnussschale), so dass als Hülle nur das Mesokarp übrig bleibt. Daraus resultiert auch die Bezeichnung "Mesokarpnuss".
Reife Erdnüsse können roh, geröstet oder gekocht verzehrt werden. Die Erdnuss hat mit 25% Eiweißgehalt einen hohen Nährwert. Bedeutend ist auch das Erdnussöl. 100 g Erdnüsse enthalten 180 mg Magnesium. Damit gehören Erdnüsse zu den magnesiumreichsten pflanzlichen Nahrungsmitteln. Insbesondere bei vegetarischer Ernährung kann die Erdnuss einen sehr wertvollen Beitrag leisten.
Für Allergiker sind außer Para- und Haselnüssen auch Erdnüsse problematisch. Das darin enthaltene Eiweiß kann bereits in kleinsten Mengen zu allergischen Reaktionen führen. Besonders betroffen sind Kinder. Auftretende Symptome sind Nesselsucht, tränende Augen und Atembeschwerden. Erdnussöl befindet sich beispielsweise in hunderten von Produkten (Keksen, Puddings, Müslis etc.) Auf der Zutatenliste taucht es lediglich als "pflanzliches Öl" auf, was Allergikern die Auswahl von Lebensmittel nicht gerade erleichtert.
Auf EU-Ebene ist eine geplante Verordnung in der Diskussion, die Erdnüsse und andere Allergene auf der Verpackung künftig deklarationspflichtig machen soll. Etliche Hersteller drucken bereits freiwillig den Warnhinweis Kann Spuren von Erdnussprotein enthalten auf die Verpackung von Schokolade und Süßwaren.
| Nährwert | 1628 kJ (389 kcal) |
|---|---|
| Wasser | 5,2 g |
| Protein | 26,0 g |
| Fett | 32 g |
| Kohlenhydrate | 8,3 g |
| Ballaststoffe (total) | 10,9 g |
| Kalium | 661 mg |
| Magnesium | 180 mg |
| Calcium | 40 mg |
| Natrium | 11 mg |
| Vitamin E | 10,3 mg |
Unter schlechten Lagerbedingungen wird die Erdnuss vom Pilz Aspergillus flavus befallen, der giftige Aflatoxine in den Erdnüssen produziert. Aus diesem Grund sind die Einfuhrkontrollen für Erdnüsse in Deutschland sehr streng.
Die Hauptanbauländer und somit auch die Hauptexporteure von Erdnüssen sind die USA, Argentinien, Sudan, Senegal und Brasilien. Die Exporte dieser fünf Länder zusammen machen 71% des gesamten weltweiten Exports an Erdnüssen aus, wobei die USA in den letzten Jahren eine führende Rolle beim Export einnahmen. Schätzungen zufolge werden rund 50% aller in der den USA produzierten Erdnüssen in einem Umkreis von 160 Kilometern um die Stadt Dothan, Alabama angebaut.
Obwohl auch Indien und China beträchtliche Mengen an Erdnüssen produzieren, ist ihr Anteil am internationalen Handel mit weniger als 4% verschwindend gering. Die Erdnüsse werden meist dazu verwendet, den inländischen Bedarf zu decken. So werden in Indien zum Beispiel 90% der einheimisch produzierten Erdnüsse dazu verwendet, Erdnussöl herzustellen und nur eine sehr kleine Menge wird für den Export freigegeben.
Die Hauptabnehmer für Erdnüsse sind die Länder der Europäischen Union, Kanada und Japan, welche zusammen für 78% der weltweiten Erdnussimporte verantwortlich sind. In der Europäischen Union gibt es kein erdnusserzeugendes Land. Der Import in die EU wird vor allem für Nahrungsmittel wie geröstete Erdnüsse oder als Bestandteil von Süßigkeiten verwendet.
| Commons: Erdnuss – Bilder, Videos und Audiodateien |
| Wiktionary: Erdnuss – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |