Die Erftbahn ist eine Eisenbahnstrecke und Regionalbahn-Linie in Nordrhein-Westfalen. Die Strecke verläuft von Neuss nach Horrem und ist nicht elektrifiziert. Sie trägt die Kursbuchnummer 481 der Deutschen Bahn. Die Regionalbahn verkehrt von Düsseldorf nach Köln-Deutz über Neuss, Grevenbroich, Bedburg, Bergheim ohne Halt in Horrem, einige Züge enden jedoch in Horrem. Im Bereich zwischen Horrem und Köln befährt sie die Schnellfahrstrecke Köln–Aachen. Sie trägt die Liniennummer RB 38.
Eingesetzt werden Dieseltriebwagen der Baureihen 643.2 (Bombardier Talent) und 628. Die Talent-Triebwagen waren ursprünglich für die euregiobahn bestimmt und tragen daher entsprechende Schriftzüge.
| Erftbahn | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Kursbuchstrecke: | 481 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckennummer: | 2580/2581/2601 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435 mm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Inhaltsverzeichnis |
Am 1. September 1869 wurde die Strecke Neuss–Düren eröffnet. Der Streckenverlauf entsprach bis Bedburg dem heutigen Verlauf. Ab Bedburg verlief die Strecke über Elsdorf (Rheinland) weiter nach Düren. Bis zum 1. Juni 1991 fuhren alle Personenzüge auf der Strecke von Neuss nach Düren. Ab dem 27. Mai 1995 wurde der Personenverkehr im Abschnitt Bedburg–Düren eingestellt. Der Abschnitt Düren–Elsdorf verlief im Bereich des heutigen Braunkohletagebaus Hambach und wurde daher abgebaggert. Der Abschnitt Elsdorf–Bedburg wurde zunächst noch für den Güterverkehr genutzt, später mangels Nachfrage stillgelegt und abgebaut.
Ab dem 2. Juni 1991 fuhren die Züge durchgehend von Neuss nach Horrem, in der Hauptverkehrszeit auch nach Köln. Ab dem 15. Dezember 2002 wurde der Zugverkehr nach Köln ganztägig ausgeweitet.
Die Strecke Bedburg–Horrem wurde 1897 als Teil der Bergheimer Kreisbahn eröffnet. Bis zum 27. Mai 1995 war der Abschnitt Bedburg–Horrem eine eigenständige Bahnstrecke. Zwischen Neuss und Bedburg wird die Strecke als Hauptbahn betrieben, zwischen Bedburg und Horrem als Nebenbahn.
Der Abschnitt Horrem–Quadrath-Ichendorf war zwischenzeitlich wegen des hohen Güterverkehrsaufkommens elektrifiziert. Mittlerweile wurde die Oberleitung wieder abgebaut. Sie wurde als Entschädigung der heutigen RWE Power AG für die wegen des Tagebaus Bergheim abgebaute Strecke zwischen Quadrath-Ichendorf und Niederaußem gebaut.Quelle?
Bis Mitte der 1970er Jahre war der Streckenverlauf zwischen Gustorf und Bedburg ein anderer als der heutige. Zwischen den beiden Orten lagen noch der Bahnhof Harff und der Haltepunkt Kaster. Infolge des Braunkohleabbaus der Rheinischen Braunkohlewerke (Rheinbraun) mussten der Ort Harff und die Bahnlinie dem Tagebau weichen. Die Bahnlinie zwischen Gustorf und Bedburg wurde verlegt. Zwischen beiden Orten wurde der den Bahnhof Neurath eingebaut. Der Bahnhof Neurath war kein Personenbahnhof, sondern diente nur als Betriebsbahnhof zur Zugkreuzung. Ungefähr 20 Jahre später, 1995, baute die Deutsche Bahn den Bahnhof Neurath zurück, da die mittlerweile geringe Zugdichte auf diesem Streckenabschnitt den Bahnhof überflüssig machte. Die Streckenführung sollte nach Beendigung des Tagebaus wieder auf die alte Trasse gelegt werden, um den Ort Kaster wieder an die Bahnstrecke anzubinden. Dieses Vorhaben ist bis heute nicht umgesetzt worden.
Im März 2006 wurde die Strecke zwischen Grevenbroich und Neuss-Holzheim auf neue Ks-Signale umgestellt, die zentral von einem in Duisburg gelegenen elektronischen Stellwerk gesteuert werden. Im Sommer 2007 soll auch der Rest der Strecke auf Ks-Signale umgestellt werden. Die Bauarbeiten hierfür sind derzeit im Gange.
Die Erftbahn soll in das S-Bahn-Netz Rhein-Ruhr aufgenommen werden und unter der Linienbezeichnung S 18 von Horrem nach Düsseldorf verlaufen. Der dafür erforderliche Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke sind jedoch sehr kostspielig, so dass die Umsetzung nicht gesichert ist.
Im Juli 2006 wurden Überlegungen des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr bekannt, dass kleinere Bahnlinien wie die Erftbahn möglicherweise wegen der Kürzung der Zuschüsse für den Nahverkehr für die Jahre 2006–2010 durch kostengünstigere Buslinien ersetzt werden könnten[1].
Damit ist der Ausbau in eine S-Bahn unwahrscheinlich geworden und auch der Fortbestand der Erftbahn in der heutigen Form nicht gesichert.
Die Strecke verläuft von Bergheim bis Neuss Hbf neben der Erft. Dabei kreuzt die Erftbahn zwischen Gustorf und Bedburg die Erft zweimal und ein weiteres Mal kurz vor Bergheim. Im Abschnitt Gustorf–Bedburg verläuft der Fluss über eine längere Strecke fast parallel zur Bahnlinie. Ansonsten befindet sich die Erft nicht in unmittelbarer Nähe der Bahngleise.
Zwischen Neuss und Horrem ist die Strecke eingleisig, zwischen Holzheim und Grevenbroich ist sie zweigleisig.
Im Bahnhof Grevenbroich wird die Erftbahn von der Bahnstrecke Köln–Mönchengladbach gekreuzt
Züge der Erftbahn, die von und nach Köln, fahren über die Ostkurve durch den Bahnhof Horrem ohne dort zu halten, da in der Ostkurve bisher kein Bahnsteig vorhanden ist. Es ist jedoch geplant, dort einen weiteren Bahnsteig anzulegen. Die in Horrem beginnenden und endenden Züge halten an einem Bahnsteig an der Westkurve, die die Erftbahn mit der Schnellfahrstrecke Köln–Aachen Richtung Düren verbindet.