Erich Hoppmann (* 31. Dezember 1923 in Gelsenkirchen) war ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler.
Er war einer der führenden deutschen Ökonomen auf dem Gebiet der Wettbewerbspolitik.
1952 promovierte er an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Würzburg mit einer Dissertation über Die Handelsspanne als volkswirtschaftliches Problem. Als Schüler von Erich Carell habilitierte er sich 1955 mit einer Arbeit über Die Periodenanalyse als Theorie der volkswirtschaftlichen Dynamik. Ueber Nürnberg (1960), Nürnberg-Erlangen (1961/62) und Marburg (1962-68) kam er nach Freiburg, wo er 1968 die Nachfolge von Friedrich August von Hayek antrat und bis zu seiner Emeritierung 1989 das Fach Wirtschaftspolitik lehrte und das Institut für Allgemeine Wirtschaftsforschung leitete. Bis 1996 nahm er noch Lehraufträge an den Universitäten Bayreuth, Dresden und Jena wahr.
In der Forschung hat sich Hoppmann vorwiegend mit Fragen des Wettbewerbs und der Analyse von Ordnungssystemen beschäftigt, so insbesondere mit der neoklassischen Preis- und Allokationstheorie sowie dem von Clark entwickelten Konzept des Workable Competition. Gleichzeitig griff er in aktuelle wettbewerbspolitische Diskussionen ein, etwa zur Fusionskontrolle und zur Novellierung des Kartellgesetzes. Seine ordnungspolitischen Vorstellungen waren insbesondere von Hayek geprägt. Beide sahen den Markt als komplexes Phänomen, dessen Ergebnisse prinzipiell unvorhersagbar sind. Aus diesem Grund lehnt Hoppmann staatliche Eingriffe in den Wirtschaftsprozeß ab.
Seine Verbundenheit mit dem liberalen Gedankengut der Freiburger Schule zeigte sich auch in seiner Eigenschaft als Direktor des Walter-Eucken-Instituts in Freiburg und als Herausgeber der Zeitschrift ORDO.