Erich Kettenhofen (* 6. Juni 1946) ist ein deutscher Althistoriker.
Er studierte zunächst Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Trier und an der Universität Bonn und schloss dieses Studium 1971 mit dem Erwerb des Diploms ab (Diplomarbeit bei G. J. Botterweck über Jeremia 2). Anschließend begann er mit dem Studium der Geschichte an den Universitäten Bonn, Saarbrücken und Trier. Er machte 1973 das 1. Staatsexamen und wurde 1977 mit einer Dissertation über die syrischen Augustae (also die Kaiserinnen aus dem Haus der Severer) promoviert. Anschließend arbeitete er 1977 bis 1982 am Tübinger Atlas des Vorderen Orients im Teilbereich Alte Geschichte als wissenschaftlicher Angestellter mit.
In Trier habilitierte er sich 1991 mit einer Arbeit zur Geschichte Armeniens im späten 3. und frühen 4. Jahrhundert. Kettenhofen gilt als einer der besten Kenner des spätantiken Vorderen Orients in Deutschland. Seit 1997 ist Kettenhofen erst Wissenschaftlicher Mitarbeiter, dann außerplanmäßiger Professor für Alte Geschichte an der Universität Trier am Lehrstuhl von Professor Heinz Heinen. Er ist bekannt für sein ausgezeichnetes Gedächtnis und gilt bei Studierenden und Kollegen als "wandelndes Lexikon".
Forschungsschwerpunkte Kettenhofens sind
Er ist einer der Autoren der Encyclopædia Iranica. Außerdem erstellt er Rezensionen für mehrere Fachmagazine, unter anderem für H-Soz-u-Kult.