Ernst Daube (auch Sporgel; * 9. Februar 1869 in Heukendorf bei Meuselwitz; † 15. Juli 1956 in Meuselwitz) war ein deutscher Schriftsteller und Dichter.
Besondere Bekanntheit erlangten seine mundartlichen, humorvollen Gedichte (rund 200) und Erzählungen (ca. 115) in denen er das Leben im Altenburger Land seiner Zeit beschreibt. Daube dichtete in der Mundart des Altenburger Landes dem Malchern, das heute nur noch sehr selten gesprochen wird.
Der Pseudonym Sporgel (Spargel - sprich Schporchel) leitet sich von einem Spitznamen nach seiner hochgewachsenen Statur ab.
Daube wurde als erstes von zehn Kindern eines Ritterguts-Verwalters und einer Tochter eines Großhändlers und Bäckers in Heukenwalde geboren. Im Alter von fünf Jahren siedelte die Familie nach Braunshain über und bewirtschaftete die großelterliche Bäckerei. Daube besuchte von 1882 bis 1891 das Gymnasium in Altenburg.
1891 begann Ernst Daube in Jena und Leipzig ein Studium in Recht, Geschichte und Literatur. Sein hauptsächliches Interesse galt dabei der althochdeutschen, griechischen und lateinischen Literatur. Er verfasst mit einer Übersetzung des Nibelungenlieds aus dem Althochdeutschen ins Hochdeutsche sein erstes größeres Werk. Daube führte eine intensive Korrespondenz mit Wilhelm Raabe bis dieser 1910 starb.
Aus unbekannten Gründen brach Daube 1894 dieses Studium ab und begann seinen Dienst beim preußischen Zoll.
Am 31. Juli 1897 heiratete er die aus Leipzig stammende Elisabeth Hinze. Aus der Ehe ging 1900 sein einziges Kind Otto hervor.
Daube diente dem Zoll in Effeld, Köln, Mainz, Halle, Halberstadt, Magdeburg (1902-1920) und Gotha. In Gotha versah er als Oberzollinspektor bis zu seiner Pensionierung 1934 seinen Dienst. Über Daubes Dienstzeit ist wenig bekannt. Er zog bald danach in die Heimat nach Meuselwitz um.
Daube wurde nach seinem Tod in Meuselwitz begraben, wo - auch als Würdigung seines Werkes - sein Grab bis heute gepflegt wird.
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