Ernst Turowski, (* 7. Oktober 1906, † 20. Oktober 1986 in Bad Münstereifel) war im Dritten Reich SS-Standartenführer und Leiter des Referates III C 1 (Wissenschaft) des Reichssicherheitshauptamtes.
Dr. Ernst Turowski wurde am 07. Oktober 1906 geboren, trat der SS bei und war ab September 1937 im Sicherheitsdienst-Hauptamt als hauptamtlicher Mitarbeiter im Referat II/211 (Wissenschaft) der Abteilung II/2 (Lebensgebietsmäßige Auswertung) des SS-Untersturmführers Dr. Franz Six beschäftigt.
1937 promovierte Turowski mit einer Dissertation zur Entwicklung Polnisch-Preußens und dessen staatsrechtlicher Stellung zu Polen im 15./16. Jahrhundert.
Nach Gründung des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) am 27. September 1939 und der damit verbundenen Zusammenfassung von Sicherheitspolizei (= Kripo und Gestapo) und Sicherheitsdienst (SD) der SS unter der Führung von Reinhard Heydrich, wurde das Referat mit der Ziffer 1 unter der Leitung Dr. Turowskis der Amtsgruppe III C (Kultur) des RSHA (Amtsgruppenleiter Dr. Wilhelm Spengler) unterstellt.
Im Polenfeldzug wurde Dr. Ernst Turowski wie die meisten der führenden RSHA-Mitarbeiter einer Einsatzgruppe zugeteilt.
Nach Wiederaufnahme seiner Referatsleitung im RSHA wurde Dr. Turowski im September 1943 als SD-Abteilungsleiter zum Befehlshaber der Sicherheitspolizei Verona nach Italien versetzt.
Nach dem Krieg konnte sich Dr. Turowski bis zum Geschäftsstellenleiter einer Bausparkasse in Hannover emporarbeiten.
Er starb am 20. Oktober 1986 in Bad Münstereifel.
Wildt, Michael: Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes, Hamburger Edition HIS Verlagsges. mbH, 2002, ISBN 3-930908-75-1