| Erster Japanisch-Chinesischer Krieg | |||||||||
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![]() Der japanische Ichigo-Plan |
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| Konfliktparteien | |||||||||
| Befehlshaber | |||||||||
| Li Hongzhang | Yamagata Aritomo | ||||||||
| Truppenstärke | |||||||||
| 630.000 Soldaten | 240.000 Soldaten | ||||||||
| Verluste | |||||||||
| 35.000 tot oder verwundet | 13.823 tot, 3,973 verwundet |
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Der Erste Japanisch-Chinesische Krieg fand vom 1. August 1894 bis in den April 1895 statt.
Wegen Streitigkeiten um den politischen Status Koreas kam es 1894 zum Ersten Japanisch-Chinesischen Krieg. Die offizielle Kriegserklärung erfolgte am 1. August 1894 durch das Kaiserreich China, nachdem das Kaiserreich Japan den Königspalast in Seoul in seine Gewalt gebracht hatte.
Die modern ausgerüstete und gut ausgebildete japanische Armee besiegte die Chinesen in einer Serie von Kämpfen rund um Seoul und Pyongyang. Ein Großteil der chinesischen Flotte wurde zerstört und die japanischen Truppen drängten weiter in Nord-Ost China (alt: Mandschurei).
Nach dieser anhaltenden Niederlage unterzeichnete China im April 1895 den Vertrag von Shimonoseki.
Die Niederlage Chinas zeigte deutlich die Schwächen der veralteten kaiserlichen chinesischen Armee auf. Daraufhin wurden in China die Stimmen nach einer Beschleunigung des Modernisierungsprozesses immer lauter. Nach Kriegsende wurde Taiwan eine Kolonie Japans, Korea ein offiziell unabhängiger Staat, jedoch faktisch abhängig von Japan und schließlich 1910 nach der Annexion durch Japan Kolonie.
Inhaltsverzeichnis |
Schon vor dem Ausbruch des Krieges rangen das Kaiserreich China und das Kaiserreich Japan um die Vorherrschaft in Korea, das unter der Joseon-Dynastie traditionell ein Vasallenstaat von China war. Der politische Status der Halbinsel war umstritten. Zur Zeit der Meiji-Restauration versuchte Japans Regierung, Expansionspolitik in dieser Region soweit wie möglich zu verhindern. Korea wiederum wollte seine Abgeschiedenheit und die Tributpflichtigkeit zu China, für die es als Gegenleistung dessen Schutz erhielt, bewahren.
Im Jahre 1875 erlaubte die chinesische Qing-Dynastie Japan, Korea als unabhängigen Staat anzuerkennen. Die Bevölkerung in Korea war geteilt in Konservative, die enge Beziehungen zu China wollten, und in Reformisten, die Korea modernisieren und engere Beziehungen zu Japan wollten.
Nachdem 1894 ein pro-japanischer Reformist ermordet worden war, begann eine koreanische Sekte, die Donghak, eine Revolution. Diese wurde von der Regierung mit chinesischer Hilfe unterdrückt. Die Rebellen fügten der koreanischen Armee aber empfindliche Niederlagen zu, worauf die Regierung Koreas China um Unterstützung bat, um den Aufstand zu beenden. China schickte 2.000 Mann und informierte Japan nach den Bedingungen des Vertrag von Tianjin von 1885 davon. Dieser Vertrag legte fest, dass, wenn einer der beiden Staaten militärisch (oder sonst irgendwie bedeutsam) in Korea agierte, dieser den anderen informieren und ihm eventuell erlauben musste, eine vergleichbare Anzahl an Einheiten in das jeweilige Gebiet zu schicken. Japan sandte daraufhin ebenfalls Truppen, die auf der Seite der projapanischen Reformer kämpfen sollten. Sie besetzten den Palast in Seoul. Nachdem Japan auch noch eine neue koreanische Regierung eingesetzt und China damit provoziert hatte, kam es am 1. August 1894 zur Kriegserklärung.
Während die Japaner ihn verfolgen, treffen sie ursprünglich britische Handelsschiffe, die chinesische Truppen befördern. Der japanische Kapitän Heihachiro Togo befiehlt einen plötzlichen Angriff auf die Flotte, bei dem die Schiffe samt Rettungsbooten versenkt werden und 1000 Soldaten und 200 Matrosen umkommen. Nur 300 Männer werden von neutralen Schiffen gerettet oder können zu einer nahen Insel schwimmen. Nachdem China ein paar Tage lang erfolgslos nach den japanischen Schiffen gesucht hat, wird der chinesische Flottenadmiral Ting angewiesen, seine Aktionen einzuschränken, um eventuelle weitere Konflikte mit japanischen Truppenbewegungen zu vermeiden.
Gewinner des acht Monate dauernden Krieges war Japan, die chinesischen Truppen wurden vielerorts vernichtend geschlagen und China kapitulierte. Die Verluste betrugen etwa 5.000 Tote auf japanischer und 10.000 Tote auf chinesischer Seite. Diese Niederlage war für China demütigender als jede Niederlage zuvor, einschließlich der im Ersten Opiumkrieg. Das sich "selbststärkende" China unterlag Japan, das zu der Zeit eine ähnliche Entwicklung machte. Mittelfristig war dies einer der entscheidenden Auslöser für den Zerfall des Kaiserreiches.
Der Friedensvertrag von Shimonoseki am 17. April 1895 legte folgendes fest:
Japan hatte Europa bewiesen, dass es ab nun eine ernst zu nehmende Macht war. Korea galt ab diesem Zeitpunkt als eigener Staat, war aber genau genommen ein japanisches Protektorat. Unter der Aufsicht Tokios wurden die sogenannten „Kabo-Reformen“ durchgeführt. In China wurden angesichts der Niederlage Stimmen laut, die die Modernisierung und eine Reform des chinesischen Heeres forderten, wie sie in Japan in den Jahrzehnten zuvor bereits geschehen war. Die europäischen Länder versuchten, im politisch und militärisch geschwächten China Fuß zu fassen, um den japanischen Einfluss zurückzudrängen. Vornehmlich auf dem Verhandlungsweg wurde erreicht, dass
In den 1930er Jahren kam es zum Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg, als Japan seine kolonialen Interessen weiter auf Ostasien ausdehnte.
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