Erwin Gatz

Erwin Gatz (* 4. Mai 1933 in Aachen) ist ein deutscher Theologe und Rektor des Campo Santo Teutonico in Rom.

Leben

Gatz studierte von 1953 bis 1961 Theologie und Geschichte in Bonn, München und Aachen. Am 12. März 1960 empfing er die Priesterweihe in Aachen. Nachdem er 1961 bei Hubert Jedin zum Dr. theol. promoviert hatte, war er zunächst zehn Jahre lang Seelsorger in Grefrath und Düren im Bistum Aachen. 1970 habilitierte er sich für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte in Bonn bei Eduard Hegel. Von 1971 bis 1975 war er am Institut für Kirchengeschichte der Universität Bonn tätig.

1975 wechselte er nach Rom als geschäftsführender Direktor des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft. 1980 wurde er Honorarprofessor der Universität Bonn und ist seit 1981 Gastprofessor der Päpstlichen Universität Gregoriana.

Gatz wurde bekannt mit seinen zahlreichen wissenschaftlichen Forschungsarbeiten. Zudem sind sein "Bischofslexikon" (5 Bände) und sein "Bistumslexikon" (2 Bände) Klassiker.

Veröffentlichungen

  • "Geschichte des kirchlichen Lebens in den deutschsprachigen Ländern seit dem Ende des 18. Jahrhunderts"
  • Die Bistümer und ihre Pfarreien (1991)
  • Kirche und Muttersprache. Auslandsseelsorge – nichtdeutschsprachige Volksgruppen (1992)
  • Katholiken in der Minderheit. Diaspora – ökumenische Bewegung – Mission (1993)
  • Der Diözesanklerus (1995)
  • Caritas und Soziale Dienste (1997)
  • Die Kirchenfinanzen (2000)
  • Klöster und Ordensgemeinschaften (2006)
  • "Kirche und Katholizismus seit 1945" (Paderborn 1998 bis 2003)
  • Mittel-, West- und Nordeuropa (Bd. 1 – 1998)
  • Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa (Bd. 2 – 1999)
  • Italien und Spanien (Bd. 3 – 2005)
  • Die britischen Inseln und Nordamerika (Bd. 4 – 2002)
  • Die Länder Asiens (Bd. 5 – 2003)
  • "Bischofslexikon" (Biografisches Lexikon)
Fünf Bände mit über 800 Jahre über die kirchliche Leitung in Biografien der Diözesanbischöfe, Weihbischöfe und auch Generalvikare. Der erste Band erscheint 1983, der letzte 2002 (Berlin im Verlag Duncker & Humblot). Über 4000 Seiten.
  • "Bistumslexikon"
Zwei Bände mit über 1700 Seiten über Geschichte und Bestand aller 52 Bistümer in Deutschland, Österreich, der deutschsprachigen Schweiz, in Südtirol, in Luxemburg sowie das böhmische Bistum Leitmeritz. Herder-Verlag in Freiburg i. Breisgau, 2004 und 2005

Weblinks

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