| Basisdaten | |
|---|---|
| Land: | Polen |
| Erzbischof: | Henryk Muszyński |
| Weihbischöfe: | Wojciech Polak Bogdan Józef Wojtus |
| Pfarreien: | 325 (2004) |
| Fläche: | 8.530 km² |
| Einwohner: | 1.016.000 (2004) |
| Katholiken: | 997.000 (2004) |
| Anteil: | 98,1% (2004) |
| Diözesanpriester: | 640 (2004) |
| Ordenspriester: | 117 (2004) |
| Ordensschwestern: | 368 (2004) |
| Website: | |
| Kirchenprovinz | |
| Suffraganbistümer: |
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Das Erzbistum Gnesen (lat. Archidioecesis Gnesnensis, poln.: Archidiecezja Gnieźnieńska) ist ein Erzbistum in Polen. Der Erzbischof von Gnesen ist gleichzeitig Metropolit der gleichnamigen Kirchenprovinz, der die Bistümer Bydgoszcz, sowie Włocławek als Suffragane unterstellt sind.
Das Erzbistum Gnesen wurde auf Betreiben von Herzog Boleslaw I. im Jahr 1000 von Kaiser Otto III. durch den Akt von Gnesen gegründet. Otto war auf einer Wallfahrt am Grab seines Freundes, des Märtyrers Adalbert in Gnesen. Erster Erzbischof (Metropolit) wurde der Bruder von Adalbert, Gaudentius. Ihm wurden als Suffragane die gleichzeitig ernannten Bischöfe von Kolberg, Krakau und Breslau zugeordnet. Ab 1002 gehörte auch der Bischof von Posen zum Erzbistum Gnesen. Der Metropolit von Gnesen krönte die polnischen Könige und war ab 1412 Primas von Polen und Litauen. 1466 wurde das Bistum Kulm Suffragan von Gnesen. Ab 1572 war der Erzbischof bei Thronvakanz des polnischen Königs zugleich Reichsverweser. 1641 wurde das Suffragan-Bistum Breslau direkt dem Heiligen Stuhl unterstellt. 1821 wurde Gnesen mit dem Bistum Posen und 1946 mit dem Bistum Warschau zusammengelegt. Nach der Umstrukturierung der polnischen Bistümer im Jahre 1992 trennte Papst Johannes Paul II. die Personalunion für die Leitung der Bistümer Gnesen und Warschau.
Liste der Erzbischöfe von Gnesen
Białystok | Breslau | Danzig | Ermland | Gnesen | Kattowitz | Krakau | Łódź | Lublin | Posen | Przemyśl | Stettin-Cammin | Tschenstochau | Warschau