Esau ist eine alttestamentliche Gestalt der Bibel und gilt als der Stammvater der Edomiter.
Esau wurde als erster Sohn seiner Eltern Isaak und Rebekka geboren, sein Zwillingsbruder Jakob wurde kurz nach ihm geboren.
Als sie herangewachsen sind, bringt ihn sein Bruder, im Tausch um ein Linsengericht um das Erstgeburtsrecht (Gen 27 EU). Zu einem ernsthaften Konflikt kommt es zwischen den zwei Brüdern aber erst, als Jakob den Älteren, angeregt und aktiv unterstützt durch seine Mutter Rebekka, auch um den Segen des Vaters bringt. Durch Täuschung davon überzeugt, dass der älteste Sohn vor ihm kniet, spricht der altersblinde Vater über Jakob seinen feierlichen Segen aus. Für den späteren Esau bleibt nur ein magerer Spruch übrig, mit den Worten: Siehe, du wirst wohnen ohne Fettigkeit der Erde und ohne Tau des Himmels von oben her. Von deinem Schwerte wirst du dich nähren, und deinem Bruder sollst du dienen. Aber es wird geschehen, daß du einmal sein Joch von deinem Halse reißen wirst.
Eine Versöhnungsszene zwischen Jakobs und Esaus in den späteren Jahren wird im 1. Buch Mose Kap. 33 geschildert. Nach der Stammtafel in Kap. 36 nimmt Esau drei einheimische Frauen, zieht in das Gebirge Seir und wird Stammvater der Edomiter. Nach 1. Mose 26, 34 nahm Esau im Alter von vierzig Jahren Judit, die Tochter Beeris, des Hethiters, und Basemat, die Tochter Elons, des Hethiters, zu Frauen. Später nahm er noch Mahalat als Frau hinzu, die Schwester Nebajots, die Tochter Ismaels, des Sohnes Abrahams. (Genesis 28, 8-10)
Vor allem die Segnungsszene durch den Vater wird häufig dargestellt. Die Szene ist meist ähnlich aufgebaut. Ein hinfälliger Alter liegt im Bett, vor ihm kniet ein junger Mann, den die wohlgefällig lächelnde Mutter präsentiert.