Eukalyptus

Eukalyptus
Eukalyptusbaum
Eukalyptusbaum
Systematik
Abteilung: Bedecktsamer (Magnoliophyta)
Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)
Gattung: Eukalyptus
Wissenschaftlicher Name
Eucalyptus
L'Hérit.

Der Eukalyptus (Eucalyptus) bildet eine Gattung von Myrtengewächsen (Myrtaceae). Es sind immergrüne Bäume und Sträucher. Der Name beruht auf dem haubenartig geschlossenen Blütenkelch, der die „versteckten“ Samen verbirgt. (Griechisch ευκάλυπτος: ευ = schön, gut; κάλυπτος= versteckt.)

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung

Sie haben ihre Heimat in Australien und der Osthälfte Indonesiens. Heute aber wachsen manche Arten auch in vielen anderen subtropischen Gebieten der Welt. In Australien besteht der Baumbestand heute zu 70 % aus Eukalyptus-Arten. Kein anderer Kontinent hat einen so stark von einer einzelnen Gattung dominierten Baumbestand.

Beschreibung

Die meisten Eukalyptusarten sind schnellwüchsige, sehr hartholzige, hohe Bäume und Sträucher. Der Riesen-Eukalyptus gilt als der Laubbaum mit der größten Wuchshöhe; ein Exemplar des Riesen-Eukalyptus (Eucalyptus regnans) wurde mit einer Höhe von 97 m in Tasmanien gemessen und sein Stamm hat bis zu 20 Meter Umfang. Der Eukalyptus dient sowohl zur Gewinnung stark-riechender ätherischer Öle als auch zur Holzgewinnung. Er ist eine Futterpflanze des Koala und einiger anderer Beuteltiere, für die meisten anderen Tierarten ist er dagegen giftig und nutzlos. Auch die Koalas fressen bevorzugt alte Blätter, in denen die Giftstoffe nicht mehr so konzentriert sind wie in den jungen Trieben und Blättern.

Nutzung und Ökologie

In Südeuropa wird Eukalyptus wegen seiner Schnellwüchsigkeit und guten Holzqualität oft angebaut. Das führt häufig zu Problemen, weil er den Boden bis in die Tiefe austrocknet, den heimischen Tieren keinen Lebensraum bietet, andere Baumarten aggressiv verdrängt und mit seinen hochbrennbaren Ölen Waldbrände fördert -- er profitiert von Waldbränden, da seine Wurzelstöcke und Samen ein Feuer überleben und sehr schnell wieder austreiben, bevor andere Pflanzenarten sich erholt haben.

Der Eukalyptus hat die Eigenschaft, von Zeit zu Zeit ohne Vorwarnung große Äste abzuwerfen, was in Australien schon öfter zu tödlichen Unfällen geführt hat. Daher sollte man niemals unterhalb eines Eukalyptusbaumes kampieren. Dieser Mechanismus hilft dem Baum, Wasser zu sparen, außerdem fördern die herumliegenden Äste die für den Eukalyptus nützlichen Waldbrände, wenn sie nicht regelmäßig weggeräumt werden.

Ätherisches Eukalyptusöl

Das ätherische Öl wird mittels Wasserdampf-Destillation der Blätter und Zweige gewonnen. Allerdings finden sich über 50 Eukalyptusarten, aus denen man ätherisches Öle gewinnt, die sich alle in ihrer biochemischen Zusammensetzung und Wirkweise auf Körper, Seele und Geist unterscheiden. Welche Eukalyptusart sich im Fläschchen befindet, darüber gibt der botanische Name Auskunft.

Allerdings finden sich unter dem Namen des bekanntesten Vertreters Eucalyptus globulus auch Vermischungen mit anderen Eukalyptussorten, da nach dem Europäischen Arzneibuch verschiedene Arten zur Gewinnung des Eukalyptusöles herangezogen werden dürfen. Auch wird Eukalyptus globulus rektifiziert, d. h. es wird mittels einer Nachdestillation der Anteil der stark reizenden Inhaltsstoffe abgesenkt. Aus diesem Grund sollte der Gehalt des Cineols in Prozent auf dem ätherischen Ölfläschchen stehen.

Die unterschiedlichen Eukalyptusarten eignen sich durch ihre Inhaltsstoffe nicht für Kinder unter sechs Jahren oder für die meisten Tiere, da es hier zu einem olfactorischen Schock kommen kann. In großen Mengen sind sie auch für erwachsene Menschen giftig. Eukalyptusöl findet eine Anwendung in der Bienenpflege als Wirkstoff gegen Milbenbefall.

Inhaltsstoffe verschiedener Eukalyptus-Arten:

Eucalyptus globulus - je nach Rektifikation zwischen 60 - 85 % Cineol, 25 % Monoterpene, Sesquiterpenole, Sesquiterpene, Monoterpenole, Monoterpenketone und Ester.

Eucalyptus citriodora - 70 % Aldehyde, 25 % Monoterpene, Sesquiterpene, Phenole und Ester.

Eucalyptus radiata - 80 % Oxide, 10 % Monoterpene, Monoterpenole, Aldehyde und Sesquiterpene.

Eucalyptus globulus, Illustration.
Eucalyptus globulus, Illustration.

Systematik

Es gibt etwa 620 Eukalyptus-Arten (Auswahl):

Weblinks

Commons
Commons: Eukalyptus – Bilder, Videos und Audiodateien

Quelle:
Artikel Eukalyptus aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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